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Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Alles zu (Un)wetter und Klima relevant für die Schweiz
Thomas Jordi (ZH)
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Thomas Jordi (ZH) » Mo 17. Dez 2018, 18:58

Jetzt bin ich langsam verwirrt. Reden wir vom selben Artikel? Ich meine den hier:
https://www.meteoschweiz.admin.ch/home. ... aerme.html
Wie man auf die Idee kommt, das als meteorologischen Jahresrückblick zu verstehen, ist mir wirklich schleierhaft.
Da wär ich als Kunde echt sauer, wenn der Jahresrückblick nur aus einer CH-Mitteltemperatur bestehen würde.
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Furion » Mo 17. Dez 2018, 19:14

Thomas Jordi (ZH) hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 18:58
Jetzt bin ich langsam verwirrt. Reden wir vom selben Artikel? Ich meine den hier:
https://www.meteoschweiz.admin.ch/home. ... aerme.html
Wie man auf die Idee kommt, das als meteorologischen Jahresrückblick zu verstehen, ist mir wirklich schleierhaft.
Da wär ich als Kunde echt sauer, wenn der Jahresrückblick nur aus einer CH-Mitteltemperatur bestehen würde.
Also Thomas es ist ja gut und schön das du als Experte das anders siehst oder aufnimmst, aber die Leute verstehen das genau als Rückblick. Habe dein Posting gerade zum Anlass genommen den Artikel 4 Personen die gerade hier sind zu zeigen und habe die Frage gestellt was der Artikel für die darstellt, also als was sie den Artikel empfinden. Antworten:

Person 1: Sieht mir nach einem Jahresrückblick aus mit anschliessender Warnung was das Klima betrifft.

Person 2: Jahresrückblick, oder liege ich falsch?

Person 3: Ein verfrühter Rückblick auf 2018.

Person 4: Ein Jahresrückblick?!?


Ok also 4 Personen sagen mir es sei ein Jahresrückblick. Nun wo liegt jetzt das Problem? Die 4 sind alles Laien...

Und auch ich bin Laie, also? Sind wir alle zu doof, oder ist die Kritik von Federwolke und Willi halt doch berechtigt?
Ausserdem sieht man es auch bei euch in den Kommentaren unter dem Artikel das jetzt nicht alle begeistert sind und es eben längst nicht alles so verstehen wie du es gerne hättest.


Gruss Furion
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Thomas Jordi (ZH) » Mo 17. Dez 2018, 21:07

...aber wir sind doch ein Fachforum?

Letztendlich geht es doch um zwei Dinge, die hier vermischt werden:
Fabienne regt sich darüber auf, dass klimatologische und statistische Rückblicke, sei es von Monaten oder Jahren, seit geraumer Zeit jeweils relativ früh, sprich vor Ende der darin besprochenen Periode veröffentlicht werden. Zu recht mokiert sie, dass das bei gewissen Parametern in die Hose gehen kann.

Ich sage, dass das, was da veröffentlicht wurde, kein klimatologischer Rückblick war, sondern eine prognostische Aussage darüber, wie warm das Jahr 2018 wird [Was Fabienne offenbar bereits als Jahresrückblick taxiert]. Wer es vergessen hat, es fand gerade eine Klimakonferenz in Polen statt. Es ist halt nun gerade bei der Temperatur oft möglich, gewisse Aussagen über den Zeitraum zu machen, bevor der zu Ende ist. Das ist nichts Verwerfliches, sondern funktioniert da besonders gut; insbesondere wenn es nicht um eine absolute Aussage geht (z. B. 7.813 °C), sondern um Rangierungen.

Man sollte einfach nicht das Kinde mit dem Bade ausschütten: Gerade in diesem Fachforum könnte man doch erwarten, dass man diese 2 Sätze über knapp 2 1/2 Zeilen nicht als umfassenden klimatologischen Jahresrückblick interpretiert.

@Furion: Frag mal die Testpersonen, wie viel Niederschlag es 2018 gab. Sollten sie ja beantworten können, nach der Lektüre dieses Rückblicks. ;)

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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Federwolke » Mo 17. Dez 2018, 22:22

Die Frage nach dem Nutzen wurde immer noch nicht beantwortet (ausser jenem, dass Anfang Januar keine Klimakonferenz als praktischer Aufhänger für das Thema stattfindet). Ob da nur ein Parameter - der wichtigste, wenn es um das Thema Klimaerwärmung geht - behandelt wurde, macht im Empfinden der Leserschaft keinen Unterschied, ob es als Jahresrückblick wahrgenommen wird. Jedenfalls wurde der Reigen damit eröffnet, SRF hat heute in der Tagesschau nachgezogen. Für die wirklich interessanten Aspekte war dort allerdings kein Platz, es bleib bei den Stichworten Burglind, Hitze, Trockheit, lokale Extremniederschläge. Also alles Dinge, an die sich der Normalbürger auch so noch erinnern kann. Bin ich froh drum, dann bleibt für mein Nischenpublikum auch noch etwas übrig, ohne dass man gleich nach ein paar Zeilen gähnend wegklickt, weil alles schon woanders zu lesen war. Braucht aber etwas Geduld: Noch mindestens 18 Mal schlafen. Ihr werdet es überleben ;)
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Furion » Mo 17. Dez 2018, 22:37

Ja das mit dem Fachforum ist ja alles ganz nett, aber auch Laien lesen hier gerne, oder schreiben sogar gerne.

Wie dem auch sei, an diesem Thread merkt man wie geladen die Stimmung langsam ist, wenn es um das gute alte Klima, Prognosen und Rückblicke geht. Auch ich reagiere mittlerweile recht gereizt, wenn gewisse Artikel und Reportage oder eben auch verfrühte Jahresrückblicke umgehen. (Nicht auf deinen nicht Jahresrückblick bezogen Thomas)

Mit "gewissen" meine ich Artikel, Reportagen und Rückblicke die übertrieben zu früh oder einfach aufgeblasen sind. Vor allem wenn dann wieder mit der Armageddon-Keule geschwungen wird, kann ich meist nicht anders als die Nase zu rümpfen.

Es wird momentan halt an vielen Stellen übertrieben, einfach was die Berichterstattung angeht. Im 2018 hat sich das nun dermassen zugespitzt, dass es halt ab und an mal zu gröberer Kritik kommt, sobald man gewisse Dinge verfrüht veröffentlicht, selbst wenn sie eigentlich gar nicht das sind für was man sie hält.

Man sollte sich wieder einmal besinnen und nach dem Motto weniger ist mehr vorgehen. Nicht einfach alles aufblasen und die Dramatik erhöhen, dass macht ein nicht kleiner Teil der Leute ignorant und wütend. Daraus ergibt sich irgendwann Wiederstand und das letzte was man braucht in der Klimadebatte sind grössere Gruppen von Querulanten oder? Also bitte ich einfach nur sachlicher zu werden, das geht vor allem die Medien an, aber auch gewisse Wissenschaftler und Meteorologen.

Man wird eher ernst genommen, wenn man seriös und sachlich daherkommt. Fängt man an Drohgebärden aufzufahren, oder im Falle des Klimas eben Armageddon gehabe, verliert man eher seine Seriosität. Begreifen viele nicht, ist aber genau so. Ängste aufzublasen funktioniert bei einigen, aber es gibt noch die anderen, bei denen es eben nicht funktioniert und die hat man dann als Gegner. Extreme Wege führen nie dazu, dass man sich zu einem grossen Teil einigt. Querulanten gibt es immer, aber man kann schauen das es nicht so viele sind. Momentan ist man aber auf dem Weg dazu, sehr viele zu generieren und dann wird wieder gesagt, warum der Bürger so bescheuert tut, man habe doch genug auf ihn eingehauen. Dann kann man nur sagen ja, aber eben falsch eingehauen...

Gruss Furion
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Simon 8542 » Di 18. Dez 2018, 12:22

Thomas Jordi (ZH) hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 21:07
@Furion: Frag mal die Testpersonen, wie viel Niederschlag es 2018 gab. Sollten sie ja beantworten können, nach der Lektüre dieses Rückblicks. ;)
Frag mal nach Lektüre eines offiziellen Jahresberichts nach der Anzahl Bisentage oder nach dem Vorkommen von Eisregen oder wie oft es gehagelt hat oder... Ein Rückblick ist nie allumfassend, sondern greift das Wesentliche heraus. Insofern würde ich das durchaus als Rückblick sehen - und aus Sicht des Schreibenden war halt in diesem Jahr die Wärme das Wesentliche. Darum vielleicht dieser Fokus.
Furion hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 22:37
Man wird eher ernst genommen, wenn man seriös und sachlich daherkommt. Fängt man an Drohgebärden aufzufahren, oder im Falle des Klimas eben Armageddon gehabe, verliert man eher seine Seriosität.
Bei aller - aus meiner Sicht berechtigter - Diskussion um den Zeitpunkt der Veröffentlichung ist der Vorwurf von mangelnder Sachlichkeit, Drohgebärden und Armageddon-Gehabe doch völlig daneben? Da steht nicht einmal, wie viele Tote die Hitze mutmasslich in der Schweiz dieses Jahr gefordert hat. Geschweige denn eine Hochrechnung, was die "Klimakatastrophe" (ein Artikel dazu vom Tagi: Was mit dem Begriff «Klimawandel» nicht stimmt) weltweit und längerfristig für Opfer fordert und fordern wird. Oder wie viel es weltweit kosten würde, die Anzahl der Opfer durch die Erwärmung und deren Folgen massiv zu verringern, zB durch Klimaanlagen, Schutzbauten, Umsiedelungsprogramme usw. Das muss der gebildete Mensch selbst wissen, sich dazudenken.

Während jeder normale Wintersturm und jedes grössere Unwetter im Sommer in den Medien auf fragwürdige Weise mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht wird (nur schon dass jedes Mal die Frage danach gestellt wird), ist doch in diesem Fall die Verbindung sehr angebracht, da die Kausalität gegeben ist.
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flowi (Di 18. Dez 2018, 12:50)

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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Furion » Di 18. Dez 2018, 18:23

@Simon

Also ich habe das jetzt nicht auf den nicht Jahresrückblick bezogen, der ist wie du sagst nicht betroffen. Ich habe es mehr auf die Allgemeine Tendenz bezogen. Habe ja auch geschrieben das ich es nicht auf den Meteoschweiz Artikel beziehe. Sorry wenn das nicht klar war...

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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von flowi » Do 20. Dez 2018, 18:42

Die Kollegen aus D können es auch nicht bis zum 31. "verheben" ... :mrgreen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 44819.html
Eindrückliche Grafik (Temperaturanomalie).

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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Federwolke » Do 3. Jan 2019, 14:46

Das Ego des amerikanischen Präsidenten ist wichtiger als Wissenschaft. Die Beiträge zu den Witterungsanalysen des Dezembers und des Jahres 2018 verschieben sich deshalb auf unbestimmte Zeit. Thank you, Mr. Donald great again!
https://governmentshutdown.noaa.gov/

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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von flowi » Do 3. Jan 2019, 15:25

Federwolke hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 14:46
Thank you, Mr. Donald great again!
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