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Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Alles zu (Un)wetter und Klima relevant für die Schweiz
Mathias1000
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Mathias1000 » Mo 1. Okt 2018, 18:43

Die Station im Zürcher Oberland / Tösstal wurde per 01.07.2018 erneuert/modernisiert,
Wo befindet sich die Station, das Tösstal hat doch ein paar Kilometer länge ?

Hitzetage gab es anscheinend 2015 mehr, aber dafür mehr Niederschlag.
- Station Buchrain LU: 645.6 mm (2011-2017: 1040 mm) / -173 mm / -21 %
21% weniger Niederschlag als der Durchschnitt, tönt eigentlich nicht nach sehr viel. Aber anscheinend macht dies doch sehr viel aus, das die Gewässer Niedrigpegel haben.

Interessant wär noch ein Vergleich mit 1893, 1904, 1911, 1921, 1934, 1945, 1947, 1949, 1950, 1952, 1959, 1976, 1983 und 2003.
In diesen älteren Jahren gab es schon Dürren, die schlimmer waren, obwohl noch kein Klimawandel bestand.

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Kaiko (Döttingen)
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Kaiko (Döttingen) » So 14. Okt 2018, 16:20

Hoi zäme

Noch nichts neues an der Wärmefront! Eine Abweichung von über +3°C scheint auch im Oktober einzutreten.
Zu Monatshalbzeit sind wir auf Kurs.
Es bleiben dann nur noch zwei weitere Monate, um den Wärmeüberschuss zu dämpfen.

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Noch ein paar Impressionen vom 'Goldenen Oktober 2018'
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Aufnahmen vom Weinwanderweg Tegerfelden AG
http://www.weinwanderweg.ch/

Gruss Kaiko
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Mathias1000
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Mathias1000 » So 14. Okt 2018, 17:47

Was mich momentan seht erstaunt, das die Wiesen extrem grün sind, obwohl es seit dem 1. Okt kein Regen mehr viel.
Könnte dies am Tau liegen, welcher sich am Abend bildet ?

So wie es aussieht, können die Bauern mit diesen saftigen Wiesen noch etwas Defiziet vom Juli aufholen.
Wen man bedenkt, vor 3 Jahren hatte es um diese Zeit Schnee.

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Re: Trockenheit im Sommer 2018

Beitrag von Federwolke » Do 18. Okt 2018, 08:56

Willi hat geschrieben:ps. Nimmt mich wunder welcher Wetterdienst/welche Medien die"Rekordwärme 2018" als erste vorzeitig in die Welt hinausposaunen.
Die Österreicher... die stellen aber auch schon Mitte August den Spekulatius in die Regale ;)
Eine erste Jahresbilanz der ZAMG zeigt: Selbst wenn November und Dezember ungewöhnlich kalt verlaufen, wird 2018 unter die vier wärmsten Jahre der 252-jährigen Messgeschichte kommen.
Ganz: https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/new ... messbeginn
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Willi » Fr 14. Dez 2018, 16:27

ps. Nimmt mich wunder welcher Wetterdienst/welche Medien die"Rekordwärme 2018" als erste vorzeitig in die Welt hinausposaunen.
Die Meteoschweiz hat's auch eilig. :warm:
Gruss Willi

https://www.meteoschweiz.admin.ch/home. ... aerme.html
Gruss Willi
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Furion » Fr 14. Dez 2018, 19:13

Muss das wirklich sein? Kann man nicht bis zum 31.12.2018 warten bis man ALLE Daten hat? Immer dieses Rumposaunen man hat langsam das Gefühl der Armageddon kann nicht genug schnell kommen. Überhaupt ist die Artikeldichte zum Thema Klimawandel dieses Jahr derart übertrieben das man damit folgendes erreicht:

1. Leute machen zu und lesen es gar nicht mehr, dass scheinen recht viele zu tun, so wie ich es in meinem Umfeld höre.
2. Dann gibt es noch die anderen, die mittlerweile so in Angst sind, dass sie glauben es wird so heiss werden das wir lebendig verbrennen.

Ich komme zum Schluss das beides nicht gut ist. Aber wenn man es übertreibt, dann kommt genau das raus dabei. Übertreiben ist nie gut und die Medien übertreiben momentan massiv mit den Klimawandel Artikeln. Wenn dann auch noch vor Monatsmitte das ganze Jahr ausgewertet wird, macht es alles noch lächerlicher, es hat auf alle Fälle genug Kritik-Beiträge unter dem Meteoschweiz Beitrag.

Gruss Furion

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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Mathias Uster » Fr 14. Dez 2018, 20:06

Off Topic:
Furion hat geschrieben:
Fr 14. Dez 2018, 19:13
die Medien übertreiben momentan massiv mit den Klimawandel Artikeln
Finde dieses Übertreiben genau richtig! Die erhöhte mediale Präsenz gibt dem Thema das verdiente Gewicht und eine "Volksnähe", die schon anderen wichtigen politischen Bewegungen vom Mauerblümchen-Dasein zum Durchbruch verhalf!

Gruss Mathias

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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Federwolke » Fr 14. Dez 2018, 20:38

Ja, das Thema ist wichtig. Es geht halt allen auf die Nerven, die gerne die Augen vor den Tatsachen verschliessen. Darüber nachzudenken, was zu tun sei, ist anstrengend. Man müsste eventuell seinen Lebenswandel hinterfragen, und wer tut das schon gerne?

Aber in einem stimme ich überein: Diese immer früheren Rückblicke sind ein Unding! Früher war es eine Selbstverständlichkeit, dass man abwartet, bis alle Daten vorliegen. Irgendwann kam der Konkurrenzgedanke bei den Wetterdiensten, dass man als erster mit einem Thema in den Medien präsent sein muss, und seither ist das Rennen eröffnet. Vor zwei Jahren war es vielleicht MeteoNews am 20.12., letztes Jahr SRF Meteo am 17.12. (behaftet mich nicht auf das genaue Datum und die Rollenverteilung, ist nur so grob geschätzt), und heuer muss eben Meteo Schweiz am 12.12. die Nase vorne haben. Wenn das so weitergeht, wird in ein paar Jahren Jahresbilanz Ende Oktober gezogen. Dass der Informationsgehalt damit nicht verbessert wird, wissen alle. Und trotzdem machen fast alle diesen Unsinn mit und betreiben weiter Raubbau an der Glaubwürdigkeit einer ganzen Branche :-X

Bei mir wird es weiterhin erst Monats- und Jahresanalysen frühestens am 3. des Folgemonats geben, die auf definitiven und handfesten Daten beruhen. Das lesen dann zwar nur noch eine Handvoll Interessierter, denn dann ist es für die grosse Masse bereits längst kalter Kaffee. Ist mir aber wurscht, denn ich will dass diejenigen die es lesen, die Gewissheit haben können, dass da nicht Prognosedaten mit drin stecken, die nach ein paar Tagen bereits Makulatur sind.
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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Furion » Fr 14. Dez 2018, 21:25

OFF Topic:

Nein das Thema geht nicht einfach nur Leuten auf die Nerven, die nicht darüber nachdenken wollen, sondern auch Leuten die sich intensiv damit befassen. Sorry es hat einfach keine Qualität wenn die Medien nun jedes heftige Gewitter und jedes Stürmchen und jedes Hagelereignis mit der KLIMAWANDEL SCHLÄGT ZU !!!!! TOP NEWS !!! KLICK BAIT!!! ARMAGEDDON!!!! Keule betiteln. Einfach jämmerlich und armselig sorry, einfach nicht gut und kontraproduktiv für die ganze Debatte.


Leute die sich wirklich seriös mit dem beschäftigen finden das gar nicht toll, auch wenn das Thema wichtig ist. Mit diesem unseriösen Geschrei bekommt die ganze Thematik einen Boulevard-Klatsch Anstrich der gar nicht weiterhilft. Seriös bleiben und gute fundierte Aussagen machen die auch Leute überzeugen, momentan passiert eher eine Aufspaltung zwischen Leuten die durch die ganzen Meldungen eine eher fanatische Haltung einnehmen und Leuten die das alles nur noch lächerlich finden. Dies ist ganz klar nicht das Ziel, es bringt niemandem etwas wenn man nacher einfach diese zwei extremen Lager hat. Einfach nicht der richtige Weg momentan.


Gruss Furion
Zuletzt geändert von Furion am Fr 14. Dez 2018, 21:30, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Wärmerekord (Sommerhalb-)Jahr 2018?

Beitrag von Willi » Fr 14. Dez 2018, 21:49

Doch liessen sich mit konsequentem Klimaschutz bis Mitte des 21. Jahrhunderts etwa die Hälfte, bis Ende Jahrhundert sogar zwei Drittel der möglichen Klimaveränderungen in der Schweiz vermeiden. Dies folgt aus einem weiteren Treibhausgas-Szenario, das Klimaschutzmassnahmen einbezieht und den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zustand begrenzt. Es zeigt sich, dass Klimaschutz durchaus wirkt und sich konsequentes Handeln auszahlt.
Dieser letzte Abschnitt des Meteoschweiz Artikels ist mir ziemlich sauer aufgestossen. Typisches Staats-Nudging (siehe dazu z.B. https://www.nzz.ch/leserdebatte/nudging ... ld.1322917). Den ersten Satz könnte man auch so umformulieren:

"Liebe Schweizerinnen, liebe Schweizer, reduziert doch bitteschön euren CO2-Verbrauch, und die Alpengletscher bleiben euch erhalten."

Ja genau, es sollte heissen, mit "globalem konsequentem Klimaschutz", und im nächsten Satz gleich nochmals "globale Klimaschutzmassnahmen", nicht einfach "Klimaschutzmassnahmen", oder, wie suggeriert, "schweizerische Klimaschutzmassnahmen".

Es ist halt einfach so, die Schweiz kann so fest strampeln wie sie will, wenn der Rest der Welt nicht mitzieht, dann verschwinden die Gletscher so oder so. Genau deshalb sind die Klimakonferenzen so fundamental, auch wenn die Resultate Mal für Mal frustrierend sind. Ich hoffe und glaube auch, dass sich die Schweiz auf dem internationalen Parkett nach Kräften für den Klimaschutz engagiert. Nur mit einem globalen Konsens kann erreicht werden, dass auch jede(r) Einzelne dieser Welt für Klimaschutzmassnahmen im "kleinen" genügend motiviert werden kann.

Gruss Willi
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