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Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Alles zu (Un)wetter und Klima relevant für die Schweiz
Furion
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Beitrag von Furion » Sa 28. Dez 2019, 12:22

Ja das wird wieder so ein richtig mühsamer Winter bei dem es im Flachland ums verrecken nicht schneien will. Generell fällt auf das uns die richtige Kaltluft nie richtig trifft. Entweder rauscht sie westlich an uns vorbei richtung Spanien, oder sie geht östlich runter richtug Balkan oder aber sie zieht zu weit nördlich durch. Meist werden wir dann knapp gestreift und das wars dann.

Das ist aber schon seit einiger Zeit so, nicht erst dieses Jahr. Hat da wer ein Kaltluft-Abwersystem installiert? :neinei:

Aber ja solche Winter hasse ich am meisten, als Kind sind wir fast die Wände hoch bei solchen Wintern. Da hiess es immer ja warte es kommt dann schon noch. Dann war es Januar und es hiess immer noch ja warte es kommt sicher bald. Winter wie diesen wecken diese Erinnerungen von früher, dann werde ich pauschaldepri. :-?

Naja kann man nichts machen, dem Wetter ist unsere Enttäuschung egal. Mal sehen was der Januar macht, wobei es bis zum 7 schonmal nichts geben dürfte...

@Zumi

Ja klar ist das so kacke selbst auf dieser Höhe ich meine wir liegen nicht wirklich in der Kaltluft. Das ist einfach so wischiwaschi Gedöns wie ich es zu tiefst hasse im Winter.
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Beitrag von Federwolke » Di 31. Dez 2019, 17:32

Warnung an alle Freunde des gepflegten Winterwetters: Die Januar-Prognose könnte Depressionen verursachen. Für Sonnenanbeter bleibt immerhin der Weg in die Höhe...
https://www.orniwetter.info/monatsprognose-januar-2020/
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Beitrag von Federwolke » Do 2. Jan 2020, 11:00

Das Jahr fängt gut an: Gestern neuer Januar-Rekord für Norwegen, 19 Grad :!: in Sunndalsøra.
https://www.nrk.no/mr/varmerekord-pa-an ... 1.14843319

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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Beitrag von Markus Pfister » Do 2. Jan 2020, 11:47

Hallo Fabienne,

19 Grad, hoppla, schöner Start ins Jahr, danke für die Info! Für kommende Woche rechnet vor allem Ecmwf mit weiteren Schüben von ungewöhnlich warmer Luft vom Atlantik her Richtung Nordwest- und Mitteleuropa. Dienstag Abend die +15 Grad auf 850hPa in der Bretagne! Rund 24 Stunden später könnte dieser Frühlings-Schub dann als Mistral/Tramontana ins westliche Mittelmeer ziehen. 20 Grad und mehr liegen drin. Davon vielleicht noch ein Ast mit kräftigem Westwind zu uns rein...

Gruss

Markus
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Beitrag von Furion » Fr 3. Jan 2020, 14:34

Joa und warum das nun so warm wird ist hier nachzulesen:
https://www.wetterprognose-wettervorher ... -2020.html

Tja sieht weiter düster aus mit Schnee und Gedöns hier im Flachland.

Gruss Furion
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Beitrag von Federwolke » Fr 3. Jan 2020, 20:38

Uff, das war ein Kraftakt - und trotzdem an Tag 3 danach fertig: https://www.fotometeo.ch/witterungsanal ... resbilanz/

Fazit: Es geht immer noch verrückter. Klima ausser Rand und Band, spannender als jeder Thriller. Der Dezember setzte dem Gesamtjahr noch das Krönchen auf.
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Beitrag von Tinu (Männedorf) » Sa 4. Jan 2020, 17:12

Passend dazu vielleicht das hier. Ich hab im Rahmen einer Datenstory die Temperaturwerte der Wetterstation in Wädenswil seit 1981 analysiert. Die Grafik, die bei der Aufbereitung der Tages-Durchschnittstemperatur herausgekommen ist, hat mich erschreckt:

Bild

Wir reden hier von einer Temperaturniveau-Erhöhung um rund 2,5 Grad innerhalb von nur 40 Jahren! In den 80er-Jahren lag das Jahres-Mittel noch bei knapp unter 9 Grad. Heute sind wir im Bereich von plusminus 11 Grad angekommen. :(

Die Story dazu in der ZSZ: https://www.zsz.ch/horgen/ein-weiteres- ... y/16430930
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Beitrag von Severestorms » Mo 6. Jan 2020, 13:25

Die positive NAO Phase zeichnete sich bereits vor Wochen ab:
https://www.severe-weather.eu/long-rang ... r-2020-fa/

Die Auswirkungen sind bekannt: Westwindgeprägtes Nordwesteuropa (starkes Islandtief) und hochdruckbestimmtes Südwest-/Westeuropa (starkes Azorenhoch). Grundsätzlich bedeutet dies für unsere Breiten höherer Druck und wärmere Temperaturen, da die ausgeprägte Frontalzone nördlich von uns verläuft und winterliche Luftmassen weit von uns fern hält. Für Schnee im Flachland ist die Grosswetterlage bekanntlich die denkbar schlechteste. Mehr als Industrieschnee, Raureif und Haareis, da und dort vielleicht ein gefrorener Weiher darf man nicht erwarten. Nebel des Grauens statt Schneeballschlachten.

Müssen wir Unterländer uns nun also über Wochen mit "langweiligem" Winterwetter begnügen? Nicht unbedingt, denn die Konstellation birgt auch Potential für heftige Stürme. Wenn sich die Frontalzone weiter verstärkt, etwas nach Süden ausgreift und sich dann noch ein Schnelläufer entwickelt, ist es plötzlich wieder alles andere als langweilig (siehe Winter 1989/1890), wobei ich diese schadenbringenden Stürme nicht heraufbeschwören geschweige denn herbeisehnen möchte.

Siehe dazu auch den folgenden Blogbeitrag über die Winterstürme 1989/1990:
https://sturmwetterblog.wordpress.com/2 ... 1989-1990/

Zwei kleine Stürmli könnten bereits in der Mittelfrist das Wettergeschehen in (Nord-)Westeuropa dominieren:

Das erste trifft am Donnerstagmorgen auf Südengland:
Bild

Das zweite folgt gleich dahinter und erreicht am Donnerstagabend die Bretagne:
Bild

Gruss Chris
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Beitrag von Willi » Mo 6. Jan 2020, 15:59

Für Schnee im Flachland ist die Grosswetterlage bekanntlich die denkbar schlechteste.
Viele Vorzeichen weisen in der Tat auf einen viel zu trockenen Januar hin. Ein denkbar schlechter Start des neuen Jahres nach zwei vielerorts bereits zu trockenen Vorjahren. Wie geht das weiter? Ich spekuliere immer noch, dass sich die Westwinddrift in der Monatsmitte nach Süden ausweiten könnte, und Stauniederschläge, evtl. verbunden mit deutlicher Abkühlung, einsetzen könnten. Aber vorher kommt noch der 10. Januar (siehe Ensemble-Diagramm)! Allerdings ist das Risiko sehr gross, dass der singuläre Peak des Hauptlaufes wieder weggerechnet wird.

Quelle: wetter3.de
Bild
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Re: Mittelfrist / Langfrist Winter 2019/2020

Beitrag von Tinu (Männedorf) » Mi 8. Jan 2020, 11:31

Es gibt derzeit gewisse Anzeichen dafür, dass es nach Mitte Januar zu einer Umstellung oder zumindest Veränderung der Grosswetterlage kommen könnte. Ab ca. 16./17. Januar streuen die ENS zunehmend und die Frontalzone drückt südwärts. Dadurch gäbe es zumindest wieder einige Optionen, die auch winterliche Abschnitte bringen könnten. Allerdings kann es auch sein, dass es sich dabei nur um das übliche Streben der Modelle hin zum klimatologischen Mittel handelt. Mal sehen, was in den kommenden Tagen draus wird und v.a. ob ECMWF auch mitmacht.
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