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wasserdampf

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michel
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wasserdampf

Beitrag von michel » Sa 8. Dez 2018, 12:45

Hi,
eines meiner Lieblingsthemen, aber ich glaube in diesem Forum habe ich noch nichts dazu geschrieben.
Im Adventkalender-Blog vom 7.12. (https://www.meteoschweiz.admin.ch/home. ... -2019.html)
der meteoschweiz wird wiedereinmal der Wasserdampf als Ursache von schlechter Sicht und blassem Himmelsblau hervorgehoben:
"Gerade im Herbst erscheint das Himmelsblau besonders intensiv. Dies aufgrund der geringeren Luftfeuchtigkeit. Dies hat zur Folge, dass weniger Wassermoleküle für die Streuung des Lichts zur Verfügung stehen. Wenn die Luft viel Feuchtigkeit, also viele Wassermoleküle, enthält, wird das Sonnenlicht, das weiss erscheint, stärker gestreut. Somit erscheint uns der Himmel bei Dunst weisslich. Je weniger Feuchtigkeit nun in der Luft enthalten ist, desto blauer erscheint der Himmel."

Aber warum sollen die Wassermoleküle (nicht Wolkentröpfchen! die gibts nur bei Sättigung) in der Luft das Licht anders streuen als die Luftmoleküle selber?

Auch heute (8.12.) ist von "Wasser- und Staubpartikeln" die Rede. Staub eh, aber was habe ich mir unter Wasserpartikeln vorzustellen? Gerade bei Westwind mit Atlantikluft ist die Sicht im Flachland doch oft sehr gut und das Himmelsblau, wenn es denn zum Vorschein kommt, besonders intensiv. Und bei Kontinentalluft-Lagen mit scharfem Frost im Winter sind der weißliche, milchige Dunst samt blassem Himmel und rötlich verfärbter Sonne typisch. Da sind aber kaum Wassermoleküle in der Luft.

Ich möchte dieser (nicht nur von meteoschweiz) häufig geäußerten Meinung folgendes entgegensetzen: http://www.meteonex.at/2018/03/wasserda ... nte-wesen/

Vielleicht täusche aber auch ich mich -- wer hat nun recht? Würde mich wirklich schon seit langem interessieren.

LG, michel
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Microwave (Sa 8. Dez 2018, 13:24)

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