Werbung

Klimawandel und euer Standpunkt

Erdbeben, Kameras, Forumkritik usw.
Benutzeravatar
Federwolke
Moderator
Beiträge: 6590
Registriert: Mo 20. Aug 2001, 23:47
Geschlecht: weiblich
Wohnort: 3074 Muri bei Bern
Hat sich bedankt: 779 Mal
Danksagung erhalten: 3414 Mal
Kontaktdaten:

Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Federwolke » Sa 2. Mär 2019, 19:43

Das Problem ist nur: Plastik, Biodiversität usw. wird unsere Erde nicht mehr jucken, wenn das Klima kippt. Ich finde es irgendwie niedlich, das Klimaproblem kleinreden zu wollen und gleichzeitig Raupen zu züchten. Hat ein bisschen was von: Auch wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen. Nichts gegen die kleinen Dinge, die jeder tut und damit meint Gutes zu tun, aber es ist reichlich naiv (und ich gestehe, in meinem Tun selbst naiv zu sein ;) ). Es beruhigt das Gewissen, mehr nicht. Ja, ich oute mich hiermit als die totale Kulturpessimistin: Der Mensch wird seinen Untergang nicht stoppen können. Ist alles nur eine Frage der Zeit. So, wie es heute läuft, gebe ich unserer Spezies nur noch ein paar Jahrzehnte, mit etwas Glück ein paar hundert Jahre. Jede Spezies, die eine Überpopulation produziert, steht kurz vor dem Zusammenbruch. Und sei es nur, weil die Ressourcen (meist die Nahrung) ausgeht. Das Problem des Menschen: Wir sind mit unserer unglaublichen "Intelligenz" in der Lage, dabei gleich das ganze Weltgefüge mitzureissen. Mit dem Klimawandel beschleunigen wir den Ablauf einfach noch um ungeahnte Dimensionen. Und nein: Was ein paar von Energiekonzernen und Ölscheichs finanzierte Wissenschaftler behaupten, beeindruckt mich nicht wirklich.

Langer Rede kurzer Sinn: Entweder man entscheidet sich heute nach dem Prinzip "nach mir die Sintflut" alles sausen zu lassen (und dabei hoffentlich keine Nachkommen in die Welt zu setzen, denn die werden keine schöne Zeit mehr erleben) oder man setzt schnellstmöglichst alles daran - und dazu gehört auch das Klimaproblem - um unseren direkten Nachkommen zumindest noch eine halbwegs erträgliche Umwelt zu hinterlassen. Dass die Welt, so wie wir sie vor einigen Jahrzehnten noch gekannt haben, noch zu retten ist, daran glaube ich hingegen nicht mehr. Die Erde wird sich dann irgendwann langsam wieder erholen, wie sie es nach jeder Katastrophe getan hat. Vielleicht auch mit einem kleinen Rest Menschen, die wieder ganz von vorne beginnen... ich bin froh, nicht dazu gehören zu müssen.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Federwolke für den Beitrag:
flowi (So 3. Mär 2019, 19:21)

Furion
Beiträge: 377
Registriert: Di 23. Jan 2007, 20:17
Geschlecht: männlich
Wohnort: 5607 Hägglingen
Hat sich bedankt: 23 Mal
Danksagung erhalten: 109 Mal

Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Furion » Sa 2. Mär 2019, 20:07

Tja das Raupenzüchten nicht die Welt rettet, ist mir lange klar, dass es so gut wie nichts bringt auch, aber immerhin gehe ich nicht gegen den Klimawandel demonstrieren und werfe danach meinen Abfall auf den Schulhof und plane meine nächsten Amerikaferien mit dem Flugzeug. (nein das ist nicht erfunden, leider...)

Es bringt auch nichts wenn man so tut als könnte man was machen. Wie du selber sagst glaubst du nicht daran, dass der Mensch seinen Untergang stoppen kann eben wegen seiner Überpopulation. Die ist auch das wahre Problem und wird uns vermutlich noch schneller in die Knie zwingen als der böse Klimawandel.

Aber wer unbedingt dem Klimaphantom hinterherjagen will und sich damit verrückt macht bitte, vermutlich wird man dann feststellen, dass andere Probleme uns doch viel schneller einholen.

Es könnte ja auch sein das dies mit dem Klima so stimmt und wir kriegen es hin den Wandel zu stoppen oder zu begrenzen. Gut bravo, und dann kriegen wir einen goldenen Blumentopf? Wenn wir das geschafft haben, stehen wir da und merken das unsere Erde noch viel hoffnungsloser überbevölkert ist als je zuvor, gratuliere.


Einfach der falsche Fokus, denn würde man der Überpopulation einen Riegel schieben, würde das auch sehr viel beim Klimaschutz und dem bösen CO2 helfen. Aber ja besser man konzentriert sich auf den Klimawandel und lässt die Bevölkerungsexplosion weiter laufen, finde ich auch toll sowas.


Und noch so am Rande, die Skeptiker sind nicht von der Öllobby bezhalt, ist aber natürlich auch immer toll wenn man sich das alles so einfach stempelt. Klar gibt es einzelne Leute von denen man es weiss das die Öllobby ihre Finger drin hat, aber bei den meisten eben nicht.

Benutzeravatar
Federwolke
Moderator
Beiträge: 6590
Registriert: Mo 20. Aug 2001, 23:47
Geschlecht: weiblich
Wohnort: 3074 Muri bei Bern
Hat sich bedankt: 779 Mal
Danksagung erhalten: 3414 Mal
Kontaktdaten:

Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Federwolke » Sa 2. Mär 2019, 20:51

Furion hat geschrieben:
Sa 2. Mär 2019, 20:07
... ist aber natürlich auch immer toll wenn man sich das alles so einfach stempelt.
Ja, ich mach es mir immer ganz einfach. Nur schon von Berufes wegen. Und die Hintergründe der Eike-Gruppe muss man ja nicht hinterfragen, so als kritischer Geist ;)

Furion
Beiträge: 377
Registriert: Di 23. Jan 2007, 20:17
Geschlecht: männlich
Wohnort: 5607 Hägglingen
Hat sich bedankt: 23 Mal
Danksagung erhalten: 109 Mal

Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Furion » Sa 2. Mär 2019, 21:02

Ja Eike ist bei weitem nicht die einzige Gruppe, aber doch eine der Gruppen die immer grösser werden. (Dreck am Stecken haben so viele, ist menschlich, dennoch haben die Beiträge auf Eike durchaus auch mehr zu bieten als nur Faktenloses rumgeschreie, es gibt aber auch sehr schlechte Beiträge)

Wie dem auch sei, schlussendlich bringt es uns nicht weiter hier einen Glaubenskrieg zu unterhalten, die Zeit wird zeigen wie es wirklich ist.
Und ich denke es wird ziemlich nichts so wie man es heute gerne meinen möchte. Momenten wird der Klimakirche noch den Vortritt gelassen, sollten sich aber dubiose Steuern für den kleinen Mann abzeichnen, die wieder nur gewissen Herren und Damen der Elite die Taschen füllen und dem Klima null helfen, dann werden andere Demos kommen, die sicher nicht von Schülern ausgehen.


Jetzt sagt eh jede Partei wie wichtig die Sache mit dem Klimawandel ist, klar im Wahljahr... Eines ist sicher, es bleibt spannend.
Zuletzt geändert von Furion am Sa 2. Mär 2019, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Federwolke
Moderator
Beiträge: 6590
Registriert: Mo 20. Aug 2001, 23:47
Geschlecht: weiblich
Wohnort: 3074 Muri bei Bern
Hat sich bedankt: 779 Mal
Danksagung erhalten: 3414 Mal
Kontaktdaten:

Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Federwolke » Mi 6. Mär 2019, 18:47

Furion hat geschrieben:
Sa 2. Mär 2019, 21:02
Glaubenskrieg
Habe zwar nicht viel Hoffnung, aber vielleicht hilft es: https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde ... 60198.html
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Federwolke für den Beitrag (Insgesamt 2):
Michael (Gränichen) (Mi 6. Mär 2019, 20:14) • flowi (Mi 6. Mär 2019, 21:39)

Furion
Beiträge: 377
Registriert: Di 23. Jan 2007, 20:17
Geschlecht: männlich
Wohnort: 5607 Hägglingen
Hat sich bedankt: 23 Mal
Danksagung erhalten: 109 Mal

Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Furion » Mi 6. Mär 2019, 23:38

Danke für den Artikel, ich kann damit leben das mich Leute halt versuchen auf einen richtigen Weg zu führen, ich verstehe auch das ich halt nicht so gut ankomme. Aber eben, ich kann diesen konsens nur bedingt ernst nehmen, einfach weil jeder wieder was anderes erzählt und plötzlich das CO2 Budget des noch vertragbaren Austosses erhöt oder gesenkt wird. Also von sicher sein keine Spur. Es sagt ja auch niemand das CO2 keinen Einfluss hat, sogar das böse Eike steht dazu, aber halt nicht so apokaliptisch wie gewisse Modelle es sagen. Aber gut dann bin ich halt ein Klimaleugner, ich bin ja auch froh wenn Leute besser schlafen können, wenn sie mir diese Bezeichnung geben.

Die Zeit wird zeigen ob der Mensch das Klima und seine Wandlungen so bombensicher versteht wie man es heute meint. Ich denke mit nichten, aber bitte ich bin auch nicht böse wenn ich auf dem Holzweg bin. Wer meint ich sei ein fanatischer Gläubiger der unbelehrbar ist irrt, aber bei so etwas gewaltigem wie dem Klima der Erde mit seinen unzähligen Systemen zweifel ich ernsthaft das alles so wuderbar einfach ist wie man es gerne hätte. Zumal der Mensch nichtmal einfachere Dinge wie die Metarmophose eines Insekts versteht, was viel kleiner ist als das Klima.



Gruss Furion

Antworten