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Klimawandel und euer Standpunkt

Erdbeben, Kameras, Forumkritik usw.
Mathias1000
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Mathias1000 » Sa 24. Nov 2018, 09:45

Ein Wandel heist Veränderung.

Auch wen es kälter wird, ist eine Veränderung da.

helios
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von helios » Sa 24. Nov 2018, 11:41

In der Thermosphäre wird es mit sinkender Sonnenaktivität schon kühler. Nur hat das leider nicht viel mit unserem troposphärischen Klima zu tun.
https://spaceweatherarchive.com/2018/09 ... r-minimum/

Den grössten Einfluss bei der Strahlungsdichte hat der Sonnenfleckenzyklus übrigen im EUV-Bereich, also sehr kurzwelliges Licht, welches nicht bis in die Troposphäre reicht. Darum äussert sich das so stark in der Temperatur der Thermosphäre.

Hinsichtlich "euer Standpunkt" kann ich mich als Laie nur nach dem wissenschaftlichen Konsens richten.
Nicht nur dass ~97% der Experten den Klimawandel als menschgemacht sehen. Sondern auch dass die Einstellung diesbezüglich umso eindeutiger ist, je höher die Kompetenz der befragten ist.
Es gibt also sogar einen Konsens zum Konsens.
Bild
http://iopscience.iop.org/article/10.10 ... 48002/meta
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Uwe/Eschlikon » Sa 24. Nov 2018, 11:44

Auch wen es kälter wird, ist eine Veränderung da.
Stagnation kommt ja kaum vor...also sind wir quasi ständig im Klimawandel, egal wie weit wir zurück schauen...oder nach vorne ;)

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Matthias_BL » Sa 24. Nov 2018, 12:26

Uwe/Eschlikon hat geschrieben:
Auch wen es kälter wird, ist eine Veränderung da.
Stagnation kommt ja kaum vor...also sind wir quasi ständig im Klimawandel, egal wie weit wir zurück schauen...oder nach vorne ;)
Ja, eigentlich schon etwas verrückt: Seit wir Messungen machen, haben wir scheinbar den Anspruch darauf, dass es genau so bleiben soll wie wir es uns gewohnt sind und wir es bisher gemessen haben. Alles an Abweichung dessen, scheint schrecklich zu sein oder schrecklich zu werden und muss sofort mit Massnahmen (meist Steuern/Geld) bekämpft werden. Den Anspruch darauf, dass alles genau so bleiben soll wir wir es kennen, verschliesst sich mir einfach.

Aber klar: Zu denken, dass wenn wir über Jahrzehnte Milliarden von Tonnen verrottete Dinos und Pflanzen aus dem Boden - in Form von Gas oder Oel - heraus holen und dann in die Atmosphäre verfeuern, dies über kurz oder lang ja so gar keinen Einfluss auf das globale Klima haben soll, ist für mich schon etwas naiv.

Gruss
Matthias
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Furion » Sa 24. Nov 2018, 13:20

Ja der Mensch ist ein Gewohnheitstier, so wudert es nicht das da immer wieder Argumente kommen man müsse oder sollte den Klimawandel begrenzen. Das geht nicht und ist fern jeder Realität. Und selbst wenn wir etwas tun können damit es eventuell nicht ganz so warm wird, wir werden es nicht tun. Der Mensch ist besessen von Wirtschaftswachstum. Die Wirtschaft wie wir sie heute kennen, verträgt keinen Klimaschutz.

Solange das Geld regiert, ändert sich nichts oder viel zu wenig. Ich für meinen Teil finde wir sollten uns um Probleme kümmern die wir auch lösen können, wie das mit der Biodiversität oder das mit den Antibiotikaresitenzen oder aber das mit dem Plastik. Aber was geht dort? Nicht mal das schaffen wir, auch dort stillstand, auch dort wegen der Wirtschaft. Wie sollen wir dann ein Gespenst wie den Klimawandel kontrollieren, wenn wir nichtmal die anderen Probleme lösen können. Dabei ist fraglich wie sehr sich das Klima dann von uns beeindrucken lässt wenn wir wirklich Gott spielen wollen. Das mal von meiner Seite.

Gruss Furion
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von helios » Sa 24. Nov 2018, 17:42

Das wäre dann ein Fall für ein anderes Forum.

"Entweder wird das Verhalten geändert, sodass es zur Überzeugung passt, oder die Überzeugung wird geändert, sodass sie zum Verhalten passt, oder weitere Überlegungen werden als Rechtfertigung hinzugezogen"
https://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive ... -reduktion
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Furion » So 25. Nov 2018, 00:11

Ja da kann man viel über Psychologie und weiteres diskutieren, fakt ist einfach das nicht gerade viel passiert, bei welchen Problemen auch immer. Es gibt Leute die tun was, bei allen Problemen gibt es diese. Auch ich tue etwas im Bereich Biodiversität und obwohl ich weiss das ich wenig bewirken kann, macht es mir Freude. Ich habe in einem Thread ja bereits dazu aufgerufen, dass man es mir gleichtun kann. Jeder kann etwas tun, aber das Kernproblem sind die Mächtigen mit dem Geld. In Indien wird Antibiotika-Abwasser einfach so auf die Felder gelassen. Das Wasser kommt von Pharmafirmen die dort günstige Antibiotika herstellen. (ja auch unsere Pharma ist beteiligt) So kommt es das sich in Indien rasend schnell resistente Erreger bilden, man weiss das auch, aber der Profit ist wichtiger.


Schaut euch das an: https://www.srf.ch/sendungen/dok/der-un ... -vormarsch (Achtung noch 14 Tage verfügbar)

Da wird einem schlecht, dass sind Dinge die man anpacken könnte, aber nein Hauptsache billig produzieren, scheiss auf die Folgen.

Und mit dem Klimawandel ist es genauso, man weiss oder meint zu wissen wo das Problem ist und was tut man? Das Gegenteil, hier mal eine kurze Aufzählung?

-Man produziert SUV und generell Autos die schwerer und grösser sind und die Leute kaufen das?!?

-Kreuzfahrten boomen wie nie, womit die Schiffe betrieben werden, ist wohl allen klar...

-Es wird geflogen wie nie, da fliegen billig ist wie nie....

-Daher boomen auch Weltreisen wie nie, habe langsam das Gefühl jeder zwischen 20 und 30 sieht das als obligatorium.

Reicht das? An Dummheit kaum zu überbieten und eben nochmals das ist aktuell, der Mensch tut genau das Gegenteil von dem was er tun sollte.
Und warum? Geld, Profit, Gier und Egoismus vom feinsten.
Es würde so einfach sein da was zu machen, nur schon bei den Autos. Warum kann sich eine Einzelperson einen Audi Q7 der 3 Tonnen schwer ist kaufen? Warum darf so ein Auto überhaupt gebaut werden?
Klar es braucht grössere Autos, aber SUV sind meistens ziemlich überflüssig. Einzelpersonen ohne Familien müsste gar keine 3 Tonnen SUV fahren. Auch Familien nicht, dort gibt es auch grosse Autos die nicht 3 Tonnen wiegen. Ich fahre einen Dacia Lodgy, das ist ein Van der 1.3 Tonnen wiegt und einen Verbrauch von 6.5 Liter hat. Das reicht für meine Kinder und Frau, aber meist muss es halt dann doch ein dicker fetter Audi sein, auch wegen dem bling bling.
Und dann sind das aber genau die Leute die nacher wieder in ein Forum gehen und einen auf super Öko machen....

Also versteht ihr nun meinen Brechreiz bei diesen Themen, es geht einfach total in die falsche Richtung, fast überall. Es gibt noch immer Leute die ihren ABFALL aus dem Fenster ihres Autos werfen. Solange eine solche Idiotie herrscht, verdienen wir ohne weiteres Sommer mit 50C+.

Mich regt es einfach nur noch auf, sorry bin vielleicht gerade etwas durchgestartet, aber ja man muss nichts schönreden, es ist wirklich dämlich was da abgeht.
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Mathias1000 » So 25. Nov 2018, 08:21

@Furion

Du bist überhaupt nicht durchgestartet, du schreibst nur die reine Wahrheit.

Ich habe nur ein kleines Auto, dies hat nich mal 1000ccm, aber leider finde ich das Auto kaum bei uns in der Tiefgarage, weil es sich hinter den SUVs versteckt. SUV = sufen !

Wen jeder sich einen Kleinwagen kaufen würden, dann würden die Hersteller auch keine SUVs mehr bauen. Es wird immer nach Nachfrage produziert.
Was ich nicht begreife, die meiszen Leute schalten beim Autokauf das Hirn aus.

Ich bin noch nie in ein Flugzeug gehockt, ich hätte ein schlechtes Gewissen in eine solche Dechschleuder zu hocken.

Ich wohne zB auch neben meinem Arbeitsplatz, somit produziere ich keinen Pendlerdreck. Pendeln ist eine der grössten Umweltsünden.

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Furion » So 25. Nov 2018, 11:22

Das mit dem es wird nach Nachfrage produziert lasse ich nicht gelten, klar hat die Nachfrage einen Einfluss, aber dabei geht es auch immer darum das sich die Geldsäcke gekonnt aus der Schuld schleichen.
Wenn man nämlich seinen Blickwinkel mal ändert, dann sieht es so aus:

Nehmen wir die Autofirmen die ja diese SUVs produzieren. Nun mal folgende Frage:
Warum entscheidet sich nicht mal ein Konzern wie Volvo oder BMW oder gleich mehrere diese Autos nicht zu bauen?
Genau weil man nicht auf das Geld verzichten will, die diese SUVs bringen.
Also was tut man? Eben nichts.

Es kommt immer die Aussage:"Ja der Kunde will das, da müssen wir das einfach machen wissen sie!"
Ja genau und die Leute finden das Argument dann auch noch toll. Was vergessen wird, da sitzen ganz oben mächtige Konzernchefs die eine Entscheidung für den ganzen Konzern durchbringen könnten.
Die könnten wirklich was ändern, aber nein sie wollen Profit und schieben dann mit der Aussage der Kunde wolle das so die Schuld von sich.
Genau das gleiche auch beim Fliegen oder bei Kreuzfahrten oder x beliebigem.

Die grossen und mächtigen sollten mal den Hebel in die Hand nehmen und mal auf ihren Profit verzichten, das Volk also wir folgen dann automatisch wenn es keine SUV mehr zu kaufen gibt.
Den kleinen Pendler zu veruteilen finde ich auch nicht richtig, ausser er macht es nur aus Profit, weil er in Zürich mehr verdient als im Aargau.
Aber sonst gibt es Leute die müssen das halt tun, es gibt nicht in jedem Dorf eine Firma die alle Berufsfelder abdeckt, es ist nicht möglich das alle dort arbeiten wo sie wohnen.

Leute die jetzt was tun wie du Mathias oder ich, der übrigens auch nur einmal in seinem Leben geflogen ist, ist gut und schön, aber solange die ganz grossen Player nicht auf ihren Profit verzichten und alles auf den Kunden schieben, wird das längst nichts. Man kann nicht von Millionen einfach mehr oder weniger gebildeten Bügern verlangen das sie die Welt retten und die Mächtigen haben ihren gewohnten Profit, so geht das nicht.
Die Reihenfolge ist klar, die grossen Firmen die für die Angebote verantwortlich sind müssen mal eine Wende machen und dann geht das weiter bis nach unten. So wie es jetzt gemacht wird haben wir keine Chance auf eine Lösung bei irgend einem Problem. Die Politik versucht es zwar ab und an mit neuen Regeln und Gesetzen, aber die grossen Firmen finden immer wieder Wege dennoch nicht zurückzustecken, unter anderem auch duch Lobbying in den Parlamenten.

So zerfressen ist man von Profit und der heiligen Wirtschaft.
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Christian Schlieren (So 25. Nov 2018, 14:46) • flowi (Do 29. Nov 2018, 21:03)

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Zumi (AR) » Do 29. Nov 2018, 11:06

Zum Thema Umweltschutz und Vielfliegerei habe ich mich bereits am Anfang dieses Thread geäussert.

Ich möchte hier nur kurz eine eigene, nichtwissenschaftliche Beobachtung anfügen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe. Ich beobachte und messe seit vielen Jahren, die Dauer der alljährlichen Schneebedeckung am Nordhang bei uns gegenüber (Schwellbrunn (AR), 1000m/ü/M, sehr steil und sehr, sehr schattig): bis 2015 hat sich diese Dauer immer mehr verkürzt, bis zu einem Minimum von 107 Tagen im Winter 2014/15. Seither steigt die Dauer der durchschnittlichen Schneebedeckung an diesem Hang wieder an und lag in den letzten beiden Jahren wieder über 140 Tagen (Anfang November - Ende März/Anfang April).
-wie gesagt nicht wissenschaftlich :)

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