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Klimawandel und euer Standpunkt

Erdbeben, Kameras, Forumkritik usw.
Mathias1000
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Mathias1000 » Do 29. Nov 2018, 16:32

Ich habe kürzlich mit jemanden gesprochen der über 80 ist.
Solche Trockenheit wie in diesem Jahr hatte er in seiner Jugend auch erlebt. Vor 70 Jahren gab es aber noch keinen Klimawandel.
Es gab aber auch strenge Winter und da wurde schon von einer neuen Eiszeit gesprochen.
Auch 1540 gab es eibe extreme Dürre, obwohl man sich dazumal in der kleinen Eiszeit befand.

flowi
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von flowi » Do 29. Nov 2018, 22:06

Off Topic
Furion hat geschrieben:
So 25. Nov 2018, 11:22
Den kleinen Pendler zu veruteilen finde ich auch nicht richtig, ausser er macht es nur aus Profit, weil er in Zürich mehr verdient als im Aargau.
... oder vielleicht arbeitet der kleine Pendler auch schon seit jeher in Zürich und kann sich jetzt dort das Wohnen schlichtweg nicht mehr leisten. Während sich die Profiteure dieser Entwicklung die Taschen füllen.
"Die Stadt, zunehmend ein Spielplatz für Vermögende, ist für die meisten Bewohner unerschwinglich geworden. Mindestens 216 000 Dollar Jahreseinkommen braucht ein Haushalt, um sich eine Dreizimmerwohnung leisten zu können." Die Rede ist hier https://www.nzz.ch/international/amerik ... -ld.137041 zwar von San Francisco. Im Raum Zürich dürfte es aber in die gleiche Richtung gehen ...

Furion hat geschrieben:
So 25. Nov 2018, 11:22
Die Politik versucht es zwar ab und an mit neuen Regeln und Gesetzen, aber die grossen Firmen finden immer wieder Wege dennoch nicht zurückzustecken, unter anderem auch durch Lobbying in den Parlamenten. So zerfressen ist man von Profit und der heiligen Wirtschaft.
Für mich das absolut grundlegende Problem. Dem Einfluss der Wirtschaft auf die Politik können wir einfachen Bürger viel zu wenig entgegen setzen. Wobei ich mir hier in D die bei Euch in der Schweiz verbrieften Instrumentarien der Direkten Demokratie via Volksentscheid sehnlichst wünschen würde. Da seid ihr uns einen schon immer einen großen Schritt voraus. Auch wenn die Initiativen nicht immer mit Erfolg gekrönt sind, die sonntägliche Schlappe für die Hornviecher lässt grüssen ...
Aber alleine dass im Vorfeld eines Entscheides Fakten publiziert werden müssen, das öffentliche Interesse für Themen geweckt wird und sich dadurch die politische Diskussion bis zu Hause an den Küchentisch fortsetzt, ist an sich schon einmal viel wert. Hierzulande herrscht da sehr viel mehr Desinteresse bzw. Resignation. Für den Erhalt demokratischer Strukturen eher suboptimal.
Apropos Resignation:
Darauf, dass "dort oben" Vernunft einkehrt, kannst Du lange warten. Gier frisst Hirn. Erst wenn denen das Wasser wortwörtlich selbst bis zum Hals steht, wird ein Umdenken einsetzen. Dann dürfte es aber zu spät sein. :-X

Wir müssen das schon auch selber in die Hand nehmen.
Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Als Wald- und Hausbesitzer hab ich zum Beispiel unsere alte Ölzentralheizung entsorgt und heize seit 14 Jahren ausschließlich mit eigenem Holz.
Oder: In meinem Hauptjob auf kommunaler Ebene konnte ich dazu beigetragen, dass wir unseren Energiebezug innerhalb weniger Jahre um ein Drittel verringert haben und der Einsatz fossiler Energieträger erheblich reduziert wurde (Holzhackschnitzelheizungen statt Öl- oder Elektroheizung, Umrüstung Straßenbeleuchtung auf LED, PV-Anlage für Eigenverbrauch Klärwerk etc.).
Klar ist aber auch: wirtschaftliche Erwägungen haben bei all diesen Entscheidungen natürlich auch eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. Genau so, wie die Überlegungen, dass eine autarke Energieversorgung irgendwann mal ;) von Vorteil sein könnte...

Grüße,
Flowi
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Matthias_BL » Mo 3. Dez 2018, 13:10

Ich höre aktuell gerade auf Radio SRF1 das Tagesgespräch von 13-1330h: Da ist der Lausanner Umweltökonom Philippe Thalmann eingeladen und "erklärt im Tagesgespräch bei Marc Lehmann, wie die Wende noch zu schaffen wäre": Thema "Philippe Thalmann: Ist das Klima noch zu retten?"

Gleich zu Beginn die Frage von Lehmann: "Herr Thalmann, was ist noch Wetter und wo beginnt das Klima?"
Thalmann: "Ein heisser Tag, das ist Wetter. Ein heisser Sommer, das ist Klima"

:warm: :help:

Gruss
Matthias

P.S.: Wers nicht glaubt, kann es ja nachhören:
https://www.srf.ch/sendungen/tagesgespr ... -zu-retten
(Edit: Da ich nun doch unsicher geworden bin, ob ich das nicht viell. nur falsch verstanden habe, habe ich es selber nachgehört:
Frage: ab 2min30, Antwort: ab 2min40!)

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Federwolke » Mo 3. Dez 2018, 13:41

Ja, das ärgert mich auch immer wieder: Sowohl Klimatologen wie Meteorologen kennen den Begriff "Witterung" nicht.
Korrekt wäre: Ein heisser Sommer ist Witterung. Die rasche Abfolge rekordwarmer Sommer (2003/2015/17/18) ist Klima.

Ich musste mich zuerst selbständig machen, damit wenigstens ein einziger Monatsrückblick im Online-Dschungel "Witterungsanalyse" genannt werden darf. Meine früheren Chefs meinten: "Das versteht niemand." Und nennen ihre Monatsrückblick auch 10 Jahre später immer noch "Klimarückblick". Kein Wunder, "versteht niemand" die Unterschiede zwischen Wetter, Witterung und Klima.
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Uwe/Eschlikon » Mo 10. Dez 2018, 22:22

Holzhackschnitzelheizungen statt Öl- oder Elektroheizung, Umrüstung Straßenbeleuchtung auf LED, PV-Anlage für Eigenverbrauch Klärwerk etc.).
Klar ist aber auch: wirtschaftliche Erwägungen haben bei all diesen Entscheidungen natürlich auch eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. Genau so, wie die Überlegungen, dass eine autarke Energieversorgung irgendwann mal ;) von Vorteil sein könnte...
Ich bin zwar der Meinung, dass eine moderne und richtig eingestellte Elektro(speicher)heizung die absolut sauberste und umweltschonendste Heizung überhaupt ist. Und hätten wir statt deren 4 alten AKWs (von 1969-1984 gebaut!!!) 2 moderne AKWs, würde auch kaum mehr viel radioaktiver Abfall anfallen und die Leistung wäre um ein vielfaches höher, ergo wir wären viel unabhängiger. Aber die Regierung will den Ausstieg und muss dadurch vermehrt auf fossile Energiegewinnung setzen, ob im eigenen Land oder importiert :down:. Und dass der Stromverbrauch in der Schweiz stabilisiert bzw. sogar gesenkt werden kann, ist Wunschdenken vom Samichlaus und Schmutzli höchstpersönlich. Energiequellen sind ja eigentlich mehr als genug vorhanden, es ist bloss eine Frage der vernünftigen und schonenden Gewinnung, Umwandlung, Veredelung und Nutzung.

Und vielleicht kommt ja in den nächsten Jahrzehnten der Fusionsreaktor, dann wäre das Hauptziel erreicht ;) (Betonung auf vielleicht...obschon es vielversprechende Ansätze gibt)
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Furion » Di 11. Dez 2018, 18:56

Ich habe Beruflich ab und an mal mit Leuten aus der Strombranche zu tun und aus Neugier habe ich schon einige gefragt was sie von der Energiestrategie halten. Im grossen und ganzen sagen sie das Strom merklich teurer wird in Zukunft und das wir stark vom Ausland anhängig sein werden ohne die AKWS. Aber nicht nur das, sie sind durchaus auch der Meinung, das die Zeit kommt an dem neue AKWS gebaut werden, oder eben Fusionsreaktoren. Fakt ist einfach das wir eine Bandenergie brauchen, damit ist die konstante Strommenge gemeint, die immer und zuverlässig produziert wird. Das machen momentan die AKWS, nacher??? Mir wurde auch gesagt das die Blackoutgefahr in Zukunft zunehmen werde, dass glaube ich auch.


Ausserdem wie UWE bereits erwähnt hat, ist die Kernenergie noch nicht am ende der Entwiklung, es gibt erste Reaktoren die Atommüll verwerten können, diese stehe in Russland und in Frankreich, werden auch als schnelle Brüter bezeichnet. Hier ein sehr interessanter Bericht dazu: http://nuklearia.de/2016/12/09/strom-au ... gsbetrieb/

Also da geht noch einiges, nur wird das momentan nicht gross beachtet, da es gerade nicht in die Politik passt...
Aber die Zeit kommt, spätestens wenn es regelmässig Engpässe in der Stromversorgung gibt wird man schnell wieder die Meinung ändern.

Flaterstrom aus Windparks und Photovoltaikanlagen ist gut und schön, aber er kann unmöglich Bandenergie liefern wie ein AKW.


Gruss Furion


Ja und nun dürft ihr mich steinigen, weil ich es tatsächlich wage, über AKWS zu sprechen. Ach UWE, stellst du dich bitte auch zu mir? Auch du bist ein Ketzer. :lol:
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Mathias1000 » Di 11. Dez 2018, 19:13

Ich bin auch für AKWs. Wen diese nach neuster Technik gebaut sind, sind sie sehr sicher.

Abgesehen vom Atommüll, erzeugen sie keine Abgase, somit viel sauberer als wen man etwas verbrennt, Kohle, Öl, etc.
So wie der Vorredner schreibt, kann man sogar den Atommüll noch verwerten.

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von flowi » So 16. Dez 2018, 22:18


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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Furion » So 16. Dez 2018, 23:18

Ja sie sagt wie es ist und im Grunde genommen wissen auch viele das es so ist wie sie es sagt. ABER wo sind wir stehengeblieben?!
Ach ja: Huldigt dem Wirtschaftsgott, möge er die Taschen füllen und ewiges Wachstum ermöglichen. :ugeek: :schock:

Ach noch ein Tipp: Wer etwas hier in der Schweiz tun möchte, der stimme im Februar JA zur Zersiedlungsinitiative um die Überbauung und weitere Zerstörung der Biodiversität zu stoppen. Sie werden kommen und sagen die initiative sei Wirtschaftsfeindlich, lasst euch nicht davon blenden.

Wenn die Initiative abgelehnt wird, ist das ein trauriges Zeugnis und sagt einmal mehr wie scheinheilig man ist.

Gruss Furion

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von flowi » Fr 21. Dez 2018, 19:20

"Nach dem Vorbild von Australien und dem Aufruf von Greta Thunberg führten heute Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Kantonsschulen von Zürich den zweiten Schweizer Klimastreik durch. Sie waren ausgerüstet mit Plakaten und Transparenten, auf denen Sätze wie «Jugend fordert Klimaschutz!» standen. Auch in Bern, Basel und St.Gallen waren Demonstrationen angekündigt. Organisiert hatten sich die Jugendlichen per Whatsapp, Instagram und Facebook."
Mehr dazu: https://www.watson.ch/!880154227?utm_so ... on-app-ios

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