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Klimawandel und euer Standpunkt

Erdbeben, Kameras, Forumkritik usw.
Mathias1000
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Mathias1000 » Di 21. Mai 2019, 19:39

Wäre doch schön, ein Flughafen weniger, das Klima dankt. Pisten entfernen und ein Naturpark hinstellen wäre noch besser.

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Federwolke
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Federwolke » Di 21. Mai 2019, 19:54

Uwe/Eschlikon hat geschrieben:
Di 21. Mai 2019, 18:46
... Hauptgründe für immer massivere rote Zahlen in Bern/Belp verantwortlich:
1. Konkurs/Grounding der Fluggesellschaft SkyWorkAirline im Jahr 2018 (war grösster Geldbringer)

Und angeblich steht aber eine Mehrheit der Bevölkerung hinter dem Regionalflugplatz, also ist es halt auch (versteckter) Wahlkampf.
Genau. SkyWork hatte Bern/Belp als einzigen Standort und war unrentabel. Andere Fluggesellschaften wollen seither nicht in die Bresche springen. Was schliessen wir daraus? Dass es sinnvoll ist, Geld reinzubuttern, wo man doch so sehr sparen sollte? SVP-Logik wieder mal...

Und das mit dem Rückhalt in der Bevölkerung nehme ich hier etwas anders wahr. Vor einigen Jahren sollten sich die Gemeinden rund um den Flughafen stärker beteiligen (also auch Muri-Gümligen), das gab massiven Widerstand. Jetzt soll es also der Kanton richten :roll:

Wenn ich von hier aus unbedingt auf einen Flieger muss, brauche ich (mit dem ÖV) bis ZH nicht viel länger als ins Belpmoos. Und wenn man endlich Basel-Mulhouse schlau an die Bahn anbinden würde, ebenfalls. Aber nein, lieber den Komapatienten noch länger künstlich beatmen. Wir haben ja das Geld (plötzlich, sonst ist keins da).
Matthias1000 hat geschrieben:Wäre doch schön, ein Flughafen weniger, das Klima dankt. Pisten entfernen und ein Naturpark hinstellen wäre noch besser.
Das kommt noch hinzu. Das Belpmoos mit den angrenzenden Auen am Zusammenfluss von Aare und Gürbe wäre ein wichtiger Lebensraum für gefährdete Arten. Und sonst zumindest sehr fruchtbarer Ackerboden - wir sollten doch regional einkaufen und produzieren (dafür wären unsere SVP-Bauern sicher auch zu haben...).
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Michael (Gränichen) (Di 21. Mai 2019, 21:03)

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Federwolke » Di 28. Mai 2019, 21:16


Necronom
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Necronom » Mi 12. Jun 2019, 08:52

Über die Facebook-Seite des Soziologiemagazins (https://soziologieblog.hypotheses.org/das-heft, https://www.facebook.com/soziologiemagazin ) bin ich auf folgenden Artikel/Standpunkt gestossen:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ko ... 1-WZlcnOq4

Kurzausschnitte aus dem Artikel/Standpunkt:
"Wir benötigen technologische Innovationen, aber auch jemanden, der uns die heutigen Krisen erklärt. Warum wir in Zukunft keine Natur- und Geisteswissenschaftler mehr brauchen, sondern beides in einem, darüber denkt der Autor Hans Rusinek nach.
(...)
Und jetzt können wir mit nutzenmaximierter Effizienz die Ernte einfahren: In der Politik wird gesagt, was bisher zurecht als unsagbar galt, oder versucht, gesellschaftliche Probleme wie den Klimawandel als Expertensache wegzudefinieren.

In der Wirtschaft wird festgestellt, dass all die technologischen Innovationen ganz schön viele soziale Krisen auslösen. Und die Gesellschaft, sofern sie diesen Namen überhaupt noch verdient, zerbröselt in spezialisierte und isolierte Subgruppen. Nebenbei macht uns die Arbeit immer mehr krank, weil effizienzmaximiert eben nicht sinnmaximiert ist.
(...)
Natürlich sollen Geisteswissenschaftler nicht Naturwissenschaftler ersetzen. Wichtig für die Zukunft ist, die falsche Dichotomie, die unsinnige Trennung der beiden Wissenswelten aufzuheben.
(...)
Woher kommt eigentlich das absurde Tabu, dass man nicht ein bisschen von beidem sein kann, dass die beiden Welten nicht komplementär sind? Wir brauchen jetzt philosophisch informierte Techniker und technisch informierte Philosophinnen.
(...)"
Wie ihr wisst aus den Diskussionen in diesem Thread, bin auch ich ein Fan vom Versuch des Eindenkens in unterschiedliche Perspektiven. Ich finde diesen Input unter anderem deshalb wertvoll - auch in Bezug auf die Debatten rund um den Klimawandel. Natürlich können nun zahlreiche interessante kritische Anschlussfragen gestellt werden. Ich denke, es würde uns vielleicht wieder in die Wissenschaftstheorie/Wissenschaftsphilosophie führen. Oder dann auch zu weiterführenden politischen, ökonomischen und sozialen Fragen.

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Willi » Do 13. Jun 2019, 13:53

Wiedermal eine Stimme der NZZ. Sorry, wenn ich mich wiederhole, aber die Artikel zum Thema im Blatt stehen immer wieder wohltuend über den eingeengten Positionen vieler Klima-Trommler.

https://www.nzz.ch/meinung/klimawandel- ... ld.1488096
Gruss Willi
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Willi » Do 13. Jun 2019, 16:43

Über die Facebook-Seite des Soziologiemagazins (https://soziologieblog.hypotheses.org/das-heft, https://www.facebook.com/soziologiemagazin ) bin ich auf folgenden Artikel/Standpunkt gestossen:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ko ... 1-WZlcnOq4
Habe eben festgestellt, dass der NZZ Artikel und der zitierte Artikel des Soziologiemagazins eine vergleichbare Botschaft aussenden. Nämlich dass man bereit ist, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und und sich mit anderen auszutauschen. Die Rolle der Geisteswissenschaften kann ich nicht beurteilen, kenne mich gar nicht aus. Ich glaube nicht, dass ein Naturwissenschafter auch ein Geisteswissenschafter sein muss, um das Klimaproblem zu lösen. Es reicht, wenn die Spezialisten der beiden Gruppen bereit sind, sich auszutauschen. Selbstverständlich gibt es weitere Gruppen, welche ein gewichtiges Wörtchen mitreden wollen, ich denke z.B. an die Politiker verschiedenster Couleur.
Gruss Willi
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