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Klimawandel und euer Standpunkt

Erdbeben, Kameras, Forumkritik usw.
Mathias1000
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Mathias1000 » Sa 11. Mai 2019, 16:02

Ganz ohne CO2 geht es nicht, auch wen es nur für die Heizung ist. Oder um dieswn Text zu schreiben.
Aber man könnte viel einsparen, ohne gross auf Luxus zu verzichten.

Weniger Kinder auf die Welt bringen, auch wen es die geldgierige Wirtschaft nicht gerne sieht.
Gedruckte Werbung verbieten, für das gibt es Email.
In der Gemeinde arbeiten in der man wohnt.
Teilzeit arbeiten und die Freizeit im Wald/Garten geniessen.
Aufs fliegen verzichten.
Wen man etwas nicht mehr braucht im Ricardo verkaufen, anstelle von wegschmeissen.
Usw.

Aber all dies sieht die Wirtschaft nicht gerne, ansonsten würde man handeln.
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Federwolke
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Federwolke » Sa 11. Mai 2019, 17:04

Matthias_BL hat geschrieben:
Sa 11. Mai 2019, 15:40
Ferien nur noch für Reiche? Autofahren nur noch für Reiche? Ausflüge am Wochenende nur noch für Reiche? (das war jetzt eine Aussage als Sozialist ;-))
Genau so ist es doch schon heute. Also global betrachtet. Wir vergessen gerne, dass selbst die sogenannt Armen in unserem Land vergleichsweise unermesslich reich sind. Ich hab schon hier und da anklingen lassen, dass ich mit meiner Selbständigkeit am Existenzminimum (nach SKOS-Richtlinien, die ja auch nicht sakrosankt sind, siehe kommende Abstimmung im Kanton Bern) herumdümple. Und dennoch habe ich den Eindruck, dass es mir ganz gut geht. Ich habe ein Dach über dem Kopf (und sogar für meine Sommerkind-Ansprüche warm genug, obwohl ich Jahr für Jahr Nebenkosten zurückerstattet bekomme), Platz und Strom zum arbeiten, kann mich gesund und ausgewogen ernähren (leiste mir sogar ziemlich viel Bio), bin medizinisch gut versorgt, kann Hobbies und Arbeit perfekt miteinander verknüpfen und es ist sogar etwas übrig für Ausflüge, etwas Kultur und Weiterbildung. Es reicht allerdings für viele Dinge nicht, die "man" angeblich "unbedingt braucht", um "dazu zu gehören". Dies auszuhalten, ist reine Kopfsache. Und da hapert es meiner Meinung nach in der westlichen Welt am meisten. Nämlich das ständige Vergleichen mit denen, die noch mehr haben und sich noch mehr leisten können. Genau so werden die Menschen, die eigentlich glücklich sein müssten, immer unglücklicher und haben das Gefühl, zu kurz zu kommen. Ich habe vor 20 Jahren bewusst einen Perspektivenwechsel vorgenommen, der mit dem Leben im Ausland noch vertieft wurde. Ich weiss seither, was "Existenzminimum" woanders bedeutet, und seither vergleiche ich meinen Status mit jenen, die weniger haben. Das Ergebnis ist Dankbarkeit und Genügsamkeit - und trotzdem verbrauche ich mehr als eine Erde pro Jahr (wenn auch nur knapp).

In den letzten Jahren ist meine Überzeugung gewachsen, dass eine solche Haltung nur wenige Menschen einnehmen können (vielleicht muss man wie ich einen "Egge ab" haben, damit es gelingt). Denn wie jedem Lebewesen ist auch dem Menschen in allererster Linie eines wichtig: fressen, saufen und seine Gene weitergeben. Da hilft auch unser angeblich so leistungsfähiges Hirn nicht, Bauch und noch tiefer Liegendes im Zaum zu halten. Also wird konsumiert und sich vermehrt bis der grosse Knall kommt. Angesichts dieser Aussichtslosigkeit müsste ich nun eigentlich eine fatalistische Haltung einnehmen und selbst nach dem Prinzip "nach mir die Sintflut" leben, zumal ich ja keinen direkten Nachkommen in die Augen schauen und erklären muss, weshalb ich ihnen einen ausgebeuteten Planeten hinterlasse - denn egal ob ich mich einschränke oder nicht: Am Gesamten wird sich dadurch nichts ändern. Es nicht zu tun, gebietet mir der letzte kleine Funke Hoffnung, dass die Intelligenz des Menschen irgendwann doch noch obsiegt und Vernunft einkehren lässt. Das geht allerdings nur gemeinsam, und da sehe ich eben schwarz angesichts der aktuellen Entwicklung.

Statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen und am selben Strick zu ziehen, wird Zeit und Energie in ideologische Grabenkämpfe vergeudet. Politik und Medien sind nur noch darauf aus, die Menschen möglichst auseinander zu dividieren: Es gibt nur noch Links gegen Rechts, Stadt gegen Land, Alte gegen Junge, Frau gegen Mann, Gesunde gegen Kranke, Arme gegen Reiche, Inländer gegen Ausländer, Gläubige gegen Ungläubige, Büezer gegen G'schtudierte, Raucher gegen Nichtraucher, Autofahrer gegen Velofahrer, Grillitarier gegen Vegetarier... die Liste liesse sich beliebig fortsetzen, man schaue nur mal in die Kommentarspalten der Online-Medien und die Errungenschaft der Sozialen Medien beschleunigt das alles zusätzlich. Dabei sitzen alle im gleichen Boot und müssten einander mal zuhören, damit man einander versteht. Dabei muss man gar nicht immer alles verstehen, was der andere denkt, aber respektieren wäre schon mal ein Anfang. Und sich dann zusammenraufen und nach Gemeinsamkeiten für eine Lösung suchen.

Um meinem Sermon noch die richtige Kurve zu geben: Ich habe in meinem Leben fast alle oben aufgeführten Standpunkte schon mal eingenommen und lasse mich daher in keine Schublade mehr stecken. Es wäre einfach toll, wenn man in einem Forum wie diesem mal alle ihre Meinung sagen lässt und dann versucht, ein Stück aufeinander zuzugehen. Auch ohne "politisch neutrale" Moderatoren ;)
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Matthias_BL » Sa 11. Mai 2019, 17:45

Federwolke hat geschrieben:
Sa 11. Mai 2019, 17:04

Statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen und am selben Strick zu ziehen, wird Zeit und Energie in ideologische Grabenkämpfe vergeudet. Politik und Medien sind nur noch darauf aus, die Menschen möglichst auseinander zu dividieren: Es gibt nur noch Links gegen Rechts, Stadt gegen Land, Alte gegen Junge, Frau gegen Mann, Gesunde gegen Kranke, Arme gegen Reiche, Inländer gegen Ausländer, Gläubige gegen Ungläubige, Büezer gegen G'schtudierte, Raucher gegen Nichtraucher, Autofahrer gegen Velofahrer, Grillitarier gegen Vegetarier... die Liste liesse sich beliebig fortsetzen, man schaue nur mal in die Kommentarspalten der Online-Medien und die Errungenschaft der Sozialen Medien beschleunigt das alles zusätzlich. Dabei sitzen alle im gleichen Boot und müssten einander mal zuhören, damit man einander versteht. Dabei muss man gar nicht immer alles verstehen, was der andere denkt, aber respektieren wäre schon mal ein Anfang. Und sich dann zusammenraufen und nach Gemeinsamkeiten für eine Lösung suchen.

Um meinem Sermon noch die richtige Kurve zu geben: Ich habe in meinem Leben fast alle oben aufgeführten Standpunkte schon mal eingenommen und lasse mich daher in keine Schublade mehr stecken. Es wäre einfach toll, wenn man in einem Forum wie diesem mal alle ihre Meinung sagen lässt und dann versucht, ein Stück aufeinander zuzugehen. Auch ohne "politisch neutrale" Moderatoren ;)
OK - Touché, Fabienne - geb Dir so gerne recht, v.a. was Dein letzter Satz betrifft!

Mit Deinem Beitrag den ich oben so gerne zitiere, sprichst Du mir so aus der Seele. Denn das war der Auslöser meiner längeren Beiträge gestern und heute zu diesem Thema - als ich es irgendwie auf das Thema "Kapitalist" vs. Demokratie reduziert gelesen habe - und damit soll wirklich mal endlich Schluss sein. Wie Du schreibst: "Die ideologischen Grabenkämpfe sind vergeudete Energie und Zeit."

Nun denn freut es mich umso mehr, Deinen Text mit meinen - bestimmt auch politisch nicht immer unbedingt neutralen - Ansichten so stehen zu lassen und unterstützen zu können und zu hoffen, dass mehr Leute als nur wir die hier im Forum, sich zu einem Denken und Verhalten in der genannten Haltung überzeugen können. ("können" nicht "lassen" - Einsicht kommt bekanntlich von innen nicht aussen).

Gruss
Matthias

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Necronom » Sa 11. Mai 2019, 18:06

Matthias_BL hat geschrieben:
Sa 11. Mai 2019, 17:45

Mit Deinem Beitrag den ich oben so gerne zitiere, sprichst Du mir so aus der Seele. Denn das war der Auslöser meiner längeren Beiträge gestern und heute zu diesem Thema - als ich es irgendwie auf das Thema "Kapitalist" vs. Demokratie reduziert gelesen habe - und damit soll wirklich mal endlich Schluss sein. Wie Du schreibst: "Die ideologischen Grabenkämpfe sind vergeudete Energie und Zeit."
Dann hast du aber meinen Beitrag missverstanden oder es liegt Inkommensurabilität vor (vgl. Thomas S. Kuhn).

Ich kann leider heute nicht mehr näher darauf eingehen. Bin gerade unterwegs und bald unter Leuten. Und ich möchte hier auch nicht wieder ein Fass aufmachen. Ich akzeptiere, hier einen Punkt zu machen. Es gibt ja auch noch andere bilaterale Austauschmöglichkeiten (per PN bspw.).

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Uwe/Eschlikon » So 12. Mai 2019, 11:16

Mit Deinem Beitrag den ich oben so gerne zitiere, sprichst Du mir so aus der Seele. Denn das war der Auslöser meiner längeren Beiträge gestern und heute zu diesem Thema - als ich es irgendwie auf das Thema "Kapitalist" vs. Demokratie reduziert gelesen habe - und damit soll wirklich mal endlich Schluss sein. Wie Du schreibst: "Die ideologischen Grabenkämpfe sind vergeudete Energie und Zeit."

Nun denn freut es mich umso mehr, Deinen Text mit meinen - bestimmt auch politisch nicht immer unbedingt neutralen - Ansichten so stehen zu lassen und unterstützen zu können und zu hoffen, dass mehr Leute als nur wir die hier im Forum, sich zu einem Denken und Verhalten in der genannten Haltung überzeugen können. ("können" nicht "lassen" - Einsicht kommt bekanntlich von innen nicht aussen).
Meiner Meinung nach führen solche ideologisch-politisch-philosophischen Statements und Ansichten zu nichts!
Es geht eigentlich um ganz einfache, klare und reale Dinge im alltäglichen Leben, sei es beim Essen, beim Wohnen, bei der Arbeit oder in der Freizeit.
Alles ist vernetzt in unserem Leben und man kann nicht auf die Schnelle ein Rad aus der Uhr (als Symbol für unser Dasein) nehmen , ein Rad das in dem Fall viel CO2 produziert, und glauben, die Uhr läuft dann einfach weiter, wenn auch etwas langsamer.

Was macht ein Unternehmer, in dessen Firma übermässig CO2 produziert wird, weil in der Fertigungshalle viel Energie gebraucht wird und eine neue Vorschrift kommt, er dürfe nur noch 50% vom CO2 produzieren? Ja, er könnte mit einer Millionen-Investition sein Unternehmen komplett sanieren. Und wenn er die Millionen nicht hat? Schulden machen? Den Laden dicht machen und die Angestellten entlassen?
Bei einigen Kreisen herrscht ja die Meinung vor, jeder der eine eigen Firma, ein eigenes Geschäft hat, sei Multimillionär und könne locker solch eine Investition machen, also sei es ja kein Problem, CO2 einzusparen.

Dasselbe gilt bei Gebäudesanierungen und alternative Heizungen: Dieselben Leute denken, jeder Hausbesitzer hat genug Kapital, dass er endlich seine Fassade oder Dach saniert und seine Heizung rausschmeisst. Ich rede aus Erfahrung. Wir mussten unsere alte Heizung wegen verschärften Vorschriften auch vor ein paar Jahren erneuern: Kosten knapp 20'000 Fr.
Der Weg führte nur über die Bank um Kapital aufzunehmen und sich noch höher zu verschulden. Irgendwo spare ich das Geld schon wieder ein. Gehe ich halt weniger ins Restaurant. Und wir gehen statt 1x in der Woche im Migros einkaufen eben einmal im Monat ins nahe Ausland einen Grosseinkauf tätigen...usw. Machen das viele, wird das negative Auswirkungen auf die Gastronomie und Geschäfte bei uns haben (bzw. die Auswirkungen sind schon seit ein paar Jahren spürbar) und auch die Umsätze unserer Läden schrumpft. Es ist ein Rattenschwanz.

Und doch möchte jeder Betrieb wachsen, ob gross oder klein, auch jede Stadt, Gemeinde oder der ÖV möchte Wachstum. Und sei es auf Kosten anderer. Selbst ein 3.Weltladen oder ein Biobetrieb möchte wachsen, mehr Umsatz machen. Und wenn es nur ist, damit man geschuldetes Kapital zurück zahlen kann oder muss!

Wenn man das menschengemachte CO2 durch scharfe Restriktion schnell aus dem Verkehr ziehen will, und zwar durch allgemeine Verbote, dann kollabiert ein anderes System als das Klima, nämlich unser vernetzter Alltag! Ein Mittelweg ist gefragt...ein Sowohl-als-Auch-Weg...
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Necronom » So 12. Mai 2019, 21:06

Jetzt muss ich doch nochmals nachhaken, euch nerven und mich vielleicht sehr unbeliebt machen.
Uwe/Eschlikon hat geschrieben:
So 12. Mai 2019, 11:16

Meiner Meinung nach führen solche ideologisch-politisch-philosophischen Statements und Ansichten zu nichts!
Was meinst du genau für Aussagen, was verstehst du unter ideologisch-politisch-philosophisch? Ist dein Beitrag unpolitisch und unideologisch? Werturteilsfrei? Falls du das so empfindest, warum? Woher kommen deine Überzeugungen? (Es geht mir nicht um fundierte naturwissenschaftliche Erkenntnisse, das habe ich ja mehrmals geschrieben, möchte aber wieder daran erinnern.)

Uwe/Eschlikon hat geschrieben:
So 12. Mai 2019, 11:16
Es geht eigentlich um ganz einfache, klare und reale Dinge im alltäglichen Leben, sei es beim Essen, beim Wohnen, bei der Arbeit oder in der Freizeit.
Meinst du, die Beurteilung dieser «realen Dinge» kann völlig unpolitisch und unideologisch vorgenommen werden? Warum meinst du das? Auf welchen Annahmen beruhen deine Aussagen? Und hältst du deine darauffolgenden Aussagen für unpolitisch und unideologisch? Was ist für dich Ideologie und was ist für dich politisch?

Empfindet ihr allgemein eure Interpretation und Deutung des Verhaltens und der Interaktion des Homo Sapiens untereinander und sein Umgang mit der Natur als unideologisch und unpolitisch? Essen, Wohnen, Arbeit und Freizeit… unpolitische Felder? Oder empfindet ihr einfach eure Wahrheit für unideologisch und unpolitisch und andere Perspektiven Meinungen als politisch und ideologisch? 😉
Ich habe heute Morgen einen Kollegen, der im Journalismus tätig ist und einen Auftrag hatte, an eine Veranstaltung von Roger Köppel begleitet. Der hat dann auch seine Wahrheit und seine Fakten erzählt, auch zur Klimadebatte. Ich bin weder Köppel-Anhänger noch SVP-Anhänger, ganz im Gegenteil. Aber ich mag es, mich unterschiedlichen Perspektiven auszusetzen und aus meiner Blase und Komfortzone auszubrechen, was nicht sehr angenehm ist, und ich vielleicht auch nicht mehr lange mitmache (Komplexitätsreduktion, Wirklichkeitskonstruktion und Orientierung sind vielleicht schon wichtig für die Psyche). Deshalb habe ich beschlossen, meinen Kollegen zu begleiten. Was ist mit den Wahrheiten und Fakten eines Roger Köppels? (Die Wahrheiten und Fakten in Bezug auf das sozialwissenschaftliche Feld! Anderes ausgeklammert!) Natürlich ideologisch und politisch aus anderer Perspektive. Aus Köppels Perspektive aber natürlich die andere Perspektive ideologisch und politisch 😉 Ja, was ist sie nun, diese Ideologie?
Ich weiss es nicht. Ich lese seit Jahren Literatur zu diesen Themen und ich weiss es nicht. Aber ich bin erstaunt, wie viele andere es zu wissen scheinen.


Der Artikel von Inforsperber wurde übrigens nun auch auf Higgs.ch publiziert: https://www.higgs.ch/klimawandel-erkann ... tun/20781/
"Red. Infosperber: Die vor allem durch die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg sowie durch die Jugenddemonstrationen und die kürzlich erzielten Wahlresultate angeheizte Debatte zum Klimawandel sieht sich mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen konfrontiert. Sie wird zum Teil heftig geführt, und zahlreiche Gruppen reklamieren die Deutungshoheit für sich. Im folgenden Beitrag wird versucht, die Ansichten verschiedener Meinungsgruppen auszuleuchten."
Welche Meinungsgruppe argumentiert unideologisch und unpolitisch? ;-)

So, nun dürft ihr mich verbal lynchen. Ich wollte mich aus der Diskussion zurückziehen und schreibe nun trotzdem diesen Beitrag. Ich habe es also nicht anders verdient!
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Necronom » Fr 17. Mai 2019, 23:52

Ich bin erstaunt, dass keine Opposition gegenüber meinem Beitrag aufkam. Ich hätte einige Kritikpunkte gegenüber meinen Fragen/Beitrag. Aber vielleicht ist es auch besser, den Spinner einfach zu ignorieren ;)

Habe gerade diesen Artikel gelesen:
https://geschichtedergegenwart.ch/die-v ... skeptiker/

Wurde heute auf FB gepostet. Wobei Erstveröffentlichung gemäss Angabe 15. September 2016. Vielleicht wurde der auch hier bereits gepostet?
Auf FB hat der auf alle Fälle einige (unter anderem auch wissenschaftstheoretische) Diskussionen ausgelöst.

Mich würde noch eure Meinung zu solchen Ansätzen und Ideen interessieren:
https://www.democracywithoutborders.org ... overnment/
Zur Transparenz: Ich bin Mitglied im Verein Demokratie ohne Grenzen (Schweiz).

ihr dürft gerne kritisch sein!

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Mathias1000 » Sa 18. Mai 2019, 07:35

Ich habe noch etwas interessantes gehört. In den 50ern konnten sie im Januar Erdebeeren ernten, weil der Winter sehr mild war.
Hatte es dazumal schom Klimawandel ?

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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Federwolke » Mo 20. Mai 2019, 18:01

Säuhäfeli, Säudeckeli...! :fluchen:

Nun will die Berner Kantonsregierung also den Flughafen Belp quasi verstaatlichen und ordentlich Geld reinbuttern. Ganz zuvorderst dafür: SVP und FDP. Ja genau: Jene, die immer am lautesten nach Sparmassnahmen schreien (und gestern wunderlicherweise vom Stimmvolk eins auf die Finger geklopft bekamen). Ja genau: Jene, die sonst immer strikt dagegen sind, dass der Staat in die freie Marktwirtschaft eingreift. Geld für einen bewiesenermassen nicht rentablen Regionalflughafen (ein Fass ohne Boden) ist aber offenbar genug vorhanden. Und das in Zeiten, wo jeder weiss, dass weniger Kurzstreckenflüge geflogen werden sollten - und nur für solche ist Belpmoos dimensioniert. Mann, Mann, Mann... wenn Dummheit chlöpfe würd, hätti me s'ganz Jahr 1. Ougschte.
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Re: Klimawandel und euer Standpunkt

Beitrag von Uwe/Eschlikon » Di 21. Mai 2019, 18:46

Nun will die Berner Kantonsregierung also den Flughafen Belp quasi verstaatlichen und ordentlich Geld reinbuttern. Ganz zuvorderst dafür: SVP und FDP. Ja genau: Jene, die immer am lautesten nach Sparmassnahmen schreien (und gestern wunderlicherweise vom Stimmvolk eins auf die Finger geklopft bekamen). Ja genau: Jene, die sonst immer strikt dagegen sind, dass der Staat in die freie Marktwirtschaft eingreift. Geld für einen bewiesenermassen nicht rentablen Regionalflughafen (ein Fass ohne Boden) ist aber offenbar genug vorhanden. Und das in Zeiten, wo jeder weiss, dass weniger Kurzstreckenflüge geflogen werden sollten - und nur für solche ist Belpmoos dimensioniert.
Ja, aber wie das SRF im Regionaljournal berichtete, sind 2 Hauptgründe für immer massivere rote Zahlen in Bern/Belp verantwortlich:
1. Konkurs/Grounding der Fluggesellschaft SkyWorkAirline im Jahr 2018 (war grösster Geldbringer)
2. Revision des Luftfahrtgesetzes durch den Bundesrat, damit kommen zusätzliche Kosten auf alle Flughäfen zu, das trifft besonders die Kleinen!

Dass SVP und FDP Geld fordern, ist klar: Entweder das Geld kommt oder der Flugplatz Bern muss früher oder später dicht machen. Und angeblich steht aber eine Mehrheit der Bevölkerung hinter dem Regionalflugplatz, also ist es halt auch (versteckter) Wahlkampf.

Man muss auch erwähnen, dass sich die linken Parteien in der Angelegenheit den eigenen Ast absägen, auf dem sie sitzen:
Die vom Bundesrat beschlossene Änderung des LFG ist nämlich eine Anpassung an EU-Richtlinien bezügl. Luftfahrtsicherheit und Datenaustausch, und da sich die linke Fraktion ja für immer mehr EU-Richtlinien-Übernahmen einsetzt, sind sie an der Misere Bern-Belp indirekt mitverantwortlich ;)

So habe ich das jedenfalls mitbekommen...
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