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Sehr früher Polar Split: Einfluss auf CH Wetter

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oneworldflyer
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Sehr früher Polar Split: Einfluss auf CH Wetter

Beitrag von oneworldflyer »


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Tinu (Männedorf)
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Re: Sehr früher Polar Split: Einfluss auf CH Wetter

Beitrag von Tinu (Männedorf) »

Ich bin in den letzten 1-2 Jahren skeptisch geworden bezüglich der Artikel auf dieser Plattform. Der Autor weiss auf jeden Fall, wovon er schreibt. Allerdings fährt er eigentlich immer denselben Zug: Er nimmt grossräumige atmosphärische Events (El Nino, SSW), erklärt diese aufwändig und mutmasst dann basierend auf ähnlichen Szenarien in der Vergangenheit über die möglichen Auswirkungen. Das Problem dabei ist, dass er in den letzten Jahren oftmals total daneben lag. So sah er zum Beispiel eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen nassen Sommer (wegen El Nino) in Westeuropa. Es kam bekanntlich völlig anders.

Auch jetzt folgt sein Artikel diesem Muster. Er beruft sich auf frühere, vergleichbare Ereignisse, was aber auf einer sehr dünnen Datenlage beruht. Zweifelsohne ist es interessant, was er schreibt, allerdings hat es für mich einen extrem experimentellen Charakter. Das ist ja nicht verboten, aber es ist immer hart an der Grenze zur Marktschreierei.
Zuletzt geändert von Tinu (Männedorf) am Mi 4. Nov 2026, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Tinu (Männedorf)
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Re: Sehr früher Polar Split: Einfluss auf CH Wetter

Beitrag von Tinu (Männedorf) »

Was ich noch anmerken möchte: Die Saisonalprognosen der grossen numerischen Modelle sind trotz gegenteiliger Beteuerungen meines Erachtens immer noch sehr fehleranfällig. Das sieht man derzeit wieder sehr schön anhand der Weeky mean anomalies von ECMWF: https://charts.ecmwf.int/?facets=%7B%22 ... s%22%5D%7D

Die Seasonal-Forecasts von Copernicus lieferten im Prinzip seit Anfang Juli extrem kräftige Signale für einen in West- und Mitteleuropa deutlich zu nassen und zu milden (also Westwindgeprägten) November. Dasselbe liefern sie für die Phase von Dezember bis Februar.

Diese zonale Dominanz bestätigt sich bisher aber nicht im Mindesten und wird wohl bis mindestens kommender Woche (oder bis zur Monatsmitte) auch nicht auftreten. Stattdessen haben wir es mit einem fortlaufenden, extrem starken Blocking zu tun. Irgendwann dürfte sicher ein zonaler Durchbruch erfolgen (nur schon aufgrund der statistischen Wahrscheinlichkeit), aber wann und wie stark ist m.E. völlig unsicher.

Meteofranke hat dazu auf seinem Blog einen aus meiner Sicht sehr empfehlenswerten Text ("Was ist eigentlich Landregen?") verfasst: https://meteofranke.com/2026/10/06/was- ... landregen/

Ich will diese Saisonalprognosen damit nicht schlecht machen. Aber sie sind letztlich, was sie sind: Grobe Richtungsweiser, die aber durchaus auch in die Irre führen können.
Zuletzt geändert von Tinu (Männedorf) am Mi 4. Nov 2026, 13:53, insgesamt 5-mal geändert.
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Federwolke
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Re: Sehr früher Polar Split: Einfluss auf CH Wetter

Beitrag von Federwolke »

Bereits die November-Prognose war ein Murks. Die Modelle sind derzeit komplett überfordert, kein Wunder bei immer mehr noch nie dagewesenen, globalen Ausgangszuständen (El Niño, frühestes SSW, pipiwarmen Meeren rund um Europa und gleichzeitig "cold blob" im Nordatlanik etc.). Symptomatisch der heutige GFS-Lauf mit einem Auseinanderdriften von Hauptlauf und Ensemble-Mittel, wie ich das noch kaum jemals gesehen habe:

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Angesichts eines solchen Chaos in Wochenfrist ist es müssig, über den Winter zu spekulieren. Bin gespannt, ob ich mich gegen Ende Monat zu einer Winterprognose durchringen kann oder ob es völlig aussichtslos ist.

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