Hoi zäme
Zum Thema maximale Regenrate habe ich beim letzten Starkregenereignis in Döttingen eine Tabelle erstellt
und die maximalen Regenintensitäten ermittelt.
Da die Radarbilder im 5-Minutenintervall erscheinen macht es Sinn, die Regensumme, welche in 5-Minuten gefallen ist zu betrachten:
Ich habe bei diesem Rekordereignis eine Regenmenge von 11.4 mm in 5-Minuten gemessen. Auf eine Stunde hochgerechnet ergibt sich eine Intensität von 136.8 mm/h.
Wenn wir auf den 1-Minuten Wert gehen, erhalten wir mit 2.8 mm in 1-Minute eine Intensität von 168 mm/h, also weit unter den 400 mm/h.
Andererseits stellt sich immer die Frage, wie genau kann der Regen gemessen werden? Ist die Intensität zu hoch und die Messwippe kommt nicht nach mit dem Kippen (Entleeren), fehlt allenfalls Niederschlag in der Messung?
2. Betrachtung
Der maximal gemessene Regenrekord vom 11.06.2018 in Lausannne beträgt 41mm in 10 Minuten.
Auf eine Stunde hochgerechnet ergibt sich daraus ein Wert von 246 mm/h. Auch hier sind wir noch weit unter den 400 mm/h.
Wenn wir den historischen Maximalwert vom 26.07.1895 aus Heiden (AR) heranziehen, wo knapp 50mm in 10 Minuten gemessen wurden, erhalten wir ein Maximalwert von 300 mm/h.
3. Betrachtung
Meteoschweiz hat neu eine Extrapolierte Extremwertanalyse des 2-Minuten-Niederschlags veröffentlicht.
(Quelle:
https://www.meteoschweiz.admin.ch/servi ... tion-xtra5)
Die höchsten Werte finden sich dabei von der Station Locarno-Monti im Tessin:
Wenn wir den Wiederkehrwert der Wiederkehrperiode 100 Jahre als Basis wählen mit 831 l/s*ha, erhalten wir daraus umgerechnet eine maximale Niederschlagintensität von 299 mm/h!
Schlussfolgerung:
Die 400mm/h scheinen mir doch etwas hoch angesetzt.
Anhand der gemessenen Bodenwerte fände ich 300 mm/h einen plausiblen Wert für das Maximum der Skala?
Bin gespannt, was MeteoSchweiz für einen Begründung für ihren gewählten Wert berichtet.
Gruss Kaiko