Der Bericht der Meteoschweiz zu den beiden Extrem-Messungen (Coldrerio und Lausanne) ist aufschlussreich. Es wird jedoch nicht erwähnt, dass Wippengeräte bei Starkniederschlag notorisch zu wenig Niederschlag messen, da es bei der Wippenbewegung erhebliche Verluste gibt. Ich weiss nicht, ob es da einen Korrektur-Algorithmus gibt. Wenn nicht, vergleicht man Äpfel mit Birnen. Mit einem Wägegerät wäre dann wahrscheinlich in Lausanne noch ein deutlich höherer Extremwert als 41.0 mm registriert worden.
Problematisch wäre es, wenn man Langzeitreihen auswertet, bei welchen der Gerätetyp irgendwann gewechselt wurde (von der Wippe zu einem Wägegerät). Dann hätte man plötzlich deutlich höhere Extremwerte, ein Effekt, welchen man gemeinhin der Klimaerwärmung zuordnet. Ich nehme an, dass man sich bei den zuständigen Stellen dieser Problematik bewusst ist.
ps. das Jahr in der Legende zur Lausanner Grafik sollte 2018 sein, nicht 2026. Wird vielleicht noch korrigiert
