Das Knacken der 35-Marke ist in Basel schon fast "Alltag"... Takt 36.7°C - im Gegensatz zur letzten Hitzwelle wo die Taupunkte meist unter 10°C lagen, liegen wir diesmal bei einem TP von 15.5°C
Chicken3gg hat geschrieben: Mo 3. Aug 2026, 13:40
Hab da mit Gemini rasch was gebastelt (homogenisierte Daten), Daten inkl. heute für Basel-Binningen
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Sehr heisse Tage / Wüstentage (35 Grad +)
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Den Begriff kannte ich bis jetzt noch nicht. Wie heissen die dann wohl Tage mit 40.0°C +
Jan (Böckten, BL) hat geschrieben: Mo 3. Aug 2026, 13:42
Das Knacken der 35-Marke ist in Basel schon fast "Alltag"... Takt 36.7°C - im Gegensatz zur letzten Hitzwelle wo die Taupunkte meist unter 10°C lagen, liegen wir diesmal bei einem TP von 15.5°C
Ohne die Bewölkung wären wohl fast wieder 38-39 Grad drin heute.
Das 24 Stunden Mittel nähert sich wieder der 30 Grad-Marke.
Etwas, das es vor 2026 nicht annähernd gab (für Basel-Binningen, gesamtschweizerisch find ich noch Locarno-Monti mit 30.4 Grad als Tagesmittel im 2003).
Linth hat geschrieben: Mo 3. Aug 2026, 21:03
Tages Höchsttemperaturen und Trockenheit hat fast nichts gemeinsam
Faktencheck:
In der Schweiz lässt sich im Zeitraum 1981-2020 vor allem im Sommer eine Zunahme von Trockenheit feststellen. Dazu trägt zum einen eine leichte Abnahme der Niederschläge, zum anderen die erhöhte Verdunstung aufgrund der Erwärmung der letzten Jahrzehnte bei.
1. Tiefe Niederschlagsmengen? Dann hat doch Linth weitgehend recht... Orte mit den weltweit höchsten Niederschlagsmengen liegen in den Tropen (hohe Temperaturen), der niederschlagsärmste Kontinent dürfte die Antarktis sein (sehr tiefe Temperaturen). Auch bei uns haben die durchschnittlichen Niederschlagsmengen kaum abgenommen durch die Klima-Erwärmung.
2. Bodenfeuchte der oberen Bodenschichten? Das ist sicher für Pflanzen sehr relevant, sowohl für Bäume (zB Buchen, Fichten, Birken) wie auch für die Landwirtschaft. Durch die höhere Verdunstung bei hohen Temperaturen, ist die Klima-Erwärmung hier sicher sehr relevant für Trockenheit. Aber nicht nur das... Es wurden bei uns viele Wälder abgeholzt, Auen und Moore trockengelegt, Seepegel künstlich gesenkt, Flüsse und Bäche begradigt usw, vor allem, um landwirtschaftlich nutzbare Flächen zu gewinnen. Die Umgestaltung der ganzen Landschaft zum Zweck der intensiven Landwirtschaft trägt bestimmt ganz wesentlich zur Trockenheit bei. Und dann kommen all die versiegelten Flächen hinzu, die auch jährlich zunehmen.
3. Grundwasser? Da ist vermutlich die Verdunstung weniger relevant als die Abholzung von Wäldern, Trockenlegung von Feuchtgebieten, die Begradigung von Gewässern, die Versiegelung von Flächen und zusätzlich die direkten menschlichen Eingriffe durch Abpumpen von Grundwasser (ob für Trinkwasser, Industrie oder Landwirtschaft).
4. Flusspegel? Dies ist vor allem an den Unterläufen der grossen Flüsse aktuell ein grosses Thema. In Deutschland am Nieder- und Mittelrhein, wo Fabriken die Produktion reduzieren oder einstellen müssen, weil Waren nicht mehr transportiert werden können oder der Transport so teuer und unwirtschaftlich ist. Das wird relevant für Wirtschaftsleistung und Arbeitsplätze - und für die Konsumentenpreise. An der Donau dasselbe auf dem Balkan. Zudem entsteht in Ungarn und Rumänien eine ernste Stromknappheit, weil AKWs abgeschaltet werden müssen, weil sie nicht mehr mit Flusswasser gekühlt werden müssen. Güterzüge fahren in Ungarn nur noch zu bestimmten Zeiten (zu denen noch genügend Strom verfügbar ist). Möglicherweise müssen Fabriken die Produktion runterfahren oder einstellen, um Energie zu sparen. Gründe für diese Trockenheit? Zusätzlich zu den in Punkt 2 und 3 genannten halte ich hier für relevant: die Wasserentnahme aus Gewässern für die Bewässerung landwirtschaftlich genutzter Flächen und die Speicherung von Wasser in Speicherseen, mit denen Wasser vom Sommer auf den Winter gespeichert wird, um dann Strom zu produzieren (oder Skipisten zu beschneien). Gibt es Zahlen, wie viel Wasser aus den Gewässern entnommen wird für die Bewässerung? Ist der Hauptgrund für die zuletzt starken tageszeitlichen Schwankungen der Abflussmenge der Thur (Andelfingen), dass tagsüber mehr bewässert wird als nachts?
Also die Klimaerwärmung führt sicher zu deutlich mehr Trockenheit der Bodenfeuchte, zu kleineren Anteilen auch bei Flusspegeln und zu noch kleineren Anteilen wahrscheinlich beim Grundwasser, aber kaum bei der Niederschlagsmenge. Aber es gibt in allen Bereichen doch sehr wesentliche weitere menschliche Ursachen, die aktuell gar kein Thema sind in den Medien.
Habe ich wesentliche Dinge vergessen? Ich bin absoluter Laie auf dem Gebiet, also bitte korrigieren und ergänzen...
Simon 8542 hat geschrieben: Di 4. Aug 2026, 11:07Also die Klimaerwärmung führt sicher... zu noch kleineren Anteilen wahrscheinlich beim Grundwasser, ...