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(Alb-)Träume 2026

Alles zu (Un)wetter relevant für die Schweiz
Linth
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Re: (Alb-)Träume 2026

Beitrag von Linth »

Joe_E. hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 12:25 Ich sehe gerade, dass Meteo Schweiz die Hitzewarnung (DO bis MO) für weite teile der Deutschschweiz wieder aufgehoben hat. Zudem hiess es noch gestern in den Prognosen jeden Tag 'schwül', wurde nun durch Bise ersetzt... kann jemand was zu den bevorstehenden heissen Tagen sagen!?
Ok, ich mach es einfacher.
Die "Hitzewarnungen" der Meteo Schweiz kannst du in die Tonne werfen. Weil es einfach Bullshit ist. Ob es nun 36 Grad in Basel ist oder "nur" 31 Grad und dann Stufe 2 statt 4. Was soll das?
An dieser "Hitze" ist kein Mensch jemals direkt verstorben. Das alles ist so surreal und krank. Ich kann mir das nur erklären mit der allgemeinen Hysterie gegen "Hitze" in Europa. Total surreal.
Ich erlebte 2003 alt Teenager, damals war der Sommer einfach "geil". Ja. Es war ein geiler Sommer. Sogar Muriel wird mir da zustimmen. ;) Dieser Sommer war bisher einfach geil. Punkt. Das war von 25 Jahren, und alle Medien feierten ihn und unser Schweizer Temp-Rekord von 41.5 Grad von Grone Südbünden 11.8.2003 ist nach wie vor aktuell. Auf der Nordseite schaffte es Möhlin auf 40.3 Grad.
Obwohl wir jetzt zu einem wirklich grossem Problem kommen (und da gibt mir auch meine geschätzte Federwolke wohl Recht):

WAS aber ein Problem wird, das war 2003 nicht so, das ist das Wasser.
Wieso: Ich versuche es Kurzfassung:

Zur einfachen Betrachtung:
Ein kleine Einführung, wie sagt man dem.. also, ein guter und strenger Flachlandwinter ist zwar "schneereich" aber er ist eigentlich ein trockener (daher Flachlandwinter). Für die Menschen in Zürich oder Bern war es also ein sehr strenger Winter. Auch für die Medien.
Ein "scheiss nasser Winter (für die Menschen im Flachland" war es kein "richtiger" Winter". ZU nass, immer alles grün, usw.
Aber das macht das A und O aus, was ein richtiger Winter ist. Für die Hydrologie. Diese Diskrepanz ist schwierig den Leuten zu erklären.
1999 war allerdings anders. Da hatten wir nach dem Jahrhundertwinter, mit ständigem Nordwestlage mit Schneefall ab Februar ständig in Flachland, dann dann Jahrhunderthochwasser, mit 2 V-Lagen (die 1. war in Auffahrt, vor allem Westschweiz betroffen), dann das 2. Pfingsten, Thur, Bodensee und auch Linth-Limmat Anwohner, also die reichen am Zürichsee).

Zu den Fakten:
Im Gegensatz zu 2003 (der Jahrhundertsommer) war der Winter in weiten der Schweiz zu trocken. Weniger Schnee
Im Gegensatz zu 2003 war gesamter Frühling weite Teile des gesamten Alpenraumes zu trocken.
UND nun kommen wir zum Juni, gesamtschweizerisch.
Und nun sehen wir uns die Karten für den Rest des Julis an: Niederschlag. Temperaturen sind da nicht mehr relevant. Also ich gebe euch gleicht eine 1. Prognose an. Die Töss wird garantiert ab Höhe Bauma trocken fallen.
2. Der Sihlsee wird wieder Tiefständer erreichen.
3. Der Bodensee wird weiter, für Sommerstand, sinken.
4. Die Emme wird wiederum in ihrem Oberlauf praktisch trocken laufen.
Und dann gäbe es natürlich noch 100 andere Wasserkreisläufe

Wasser brauchen wir! Ich beobachte das ganz genau. Werde auch informieren.
Aber macht euch keine Hoffnung. Wasserknappheit wird sich verschlimmern. In 1 Woche, die Medien....
Zuletzt geändert von Linth am Mi 8. Jul 2026, 13:48, insgesamt 2-mal geändert.

Timi1908
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Re: (Alb-)Träume 2026

Beitrag von Timi1908 »

ok, oder andersrum. In Altersheimen versucht das Personal die Betagten mit Fussbädern vor dem Kollaps zu bewahren. Ja klar, es wäre sicher aufwändiger, die Betagten jeden Tag mit dem Rollstuhl in die Wälder zu schieben. Einfach ein geiler Sommer, yeahhhh! Kein Problem, da wir bald neue AKWs bekommen, dann können wir auch Klimageräte bewilligen. Vorher müssen wir nur noch versuchen die Überkapazität der Solarstromproduktion ins Ausland zu verkaufen. Eigentlich alles ganz einfach.


DomE
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Re: (Alb-)Träume 2026

Beitrag von DomE »

Timi1908 hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 14:05 ok, oder andersrum. In Altersheimen versucht das Personal die Betagten mit Fussbädern vor dem Kollaps zu bewahren. Ja klar, es wäre sicher aufwändiger, die Betagten jeden Tag mit dem Rollstuhl in die Wälder zu schieben. Einfach ein geiler Sommer, yeahhhh! Kein Problem, da wir bald neue AKWs bekommen, dann können wir auch Klimageräte bewilligen. Vorher müssen wir nur noch versuchen die Überkapazität der Solarstromproduktion ins Ausland zu verkaufen. Eigentlich alles ganz einfach.
Sein Motto ist, ich bin ja 35 Jahre alt, ist doch egal wenn die 80 jährigen sterben, machen es sowieso nicht mehr lange.

menzi666
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Re: (Alb-)Träume 2026

Beitrag von menzi666 »

Linth hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 13:34
Joe_E. hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 12:25 Ich sehe gerade, dass Meteo Schweiz die Hitzewarnung (DO bis MO) für weite teile der Deutschschweiz wieder aufgehoben hat. Zudem hiess es noch gestern in den Prognosen jeden Tag 'schwül', wurde nun durch Bise ersetzt... kann jemand was zu den bevorstehenden heissen Tagen sagen!?
Ok, ich mach es einfacher.
Die "Hitzewarnungen" der Meteo Schweiz kannst du in die Tonne werfen. Weil es einfach Bullshit ist. Ob es nun 36 Grad in Basel ist oder "nur" 31 Grad und dann Stufe 2 statt 4. Was soll das?
An dieser "Hitze" ist kein Mensch jemals direkt verstorben. Das alles ist so surreal und krank. Ich kann mir das nur erklären mit der allgemeinen Hysterie gegen "Hitze" in Europa. Total surreal.
Ich erlebte 2003 alt Teenager, damals war der Sommer einfach "geil". Ja. Es war ein geiler Sommer. Sogar Muriel wird mir da zustimmen. ;) Dieser Sommer war bisher einfach geil. Punkt. Das war von 25 Jahren, und alle Medien feierten ihn und unser Schweizer Temp-Rekord von 41.5 Grad von Grone Südbünden 11.8.2003 ist nach wie vor aktuell. Auf der Nordseite schaffte es Möhlin auf 40.3 Grad.
Obwohl wir jetzt zu einem wirklich grossem Problem kommen (und da gibt mir auch meine geschätzte Federwolke wohl Recht):

WAS aber ein Problem wird, das war 2003 nicht so, das ist das Wasser.
Wieso: Ich versuche es Kurzfassung:

Zur einfachen Betrachtung:
Ein kleine Einführung, wie sagt man dem.. also, ein guter und strenger Flachlandwinter ist zwar "schneereich" aber er ist eigentlich ein trockener (daher Flachlandwinter). Für die Menschen in Zürich oder Bern war es also ein sehr strenger Winter. Auch für die Medien.
Ein "scheiss nasser Winter (für die Menschen im Flachland" war es kein "richtiger" Winter". ZU nass, immer alles grün, usw.
Aber das macht das A und O aus, was ein richtiger Winter ist. Für die Hydrologie. Diese Diskrepanz ist schwierig den Leuten zu erklären.
1999 war allerdings anders. Da hatten wir nach dem Jahrhundertwinter, mit ständigem Nordwestlage mit Schneefall ab Februar ständig in Flachland, dann dann Jahrhunderthochwasser, mit 2 V-Lagen (die 1. war in Auffahrt, vor allem Westschweiz betroffen), dann das 2. Pfingsten, Thur, Bodensee und auch Linth-Limmat Anwohner, also die reichen am Zürichsee).

Zu den Fakten:
Im Gegensatz zu 2003 (der Jahrhundertsommer) war der Winter in weiten der Schweiz zu trocken. Weniger Schnee
Im Gegensatz zu 2003 war gesamter Frühling weite Teile des gesamten Alpenraumes zu trocken.
UND nun kommen wir zum Juni, gesamtschweizerisch.
Und nun sehen wir uns die Karten für den Rest des Julis an: Niederschlag. Temperaturen sind da nicht mehr relevant. Also ich gebe euch gleicht eine 1. Prognose an. Die Töss wird garantiert ab Höhe Bauma trocken fallen.
2. Der Sihlsee wird wieder Tiefständer erreichen.
3. Der Bodensee wird weiter, für Sommerstand, sinken.
4. Die Emme wird wiederum in ihrem Oberlauf praktisch trocken laufen.
Und dann gäbe es natürlich noch 100 andere Wasserkreisläufe

Wasser brauchen wir! Ich beobachte das ganz genau. Werde auch informieren.
Aber macht euch keine Hoffnung. Wasserknappheit wird sich verschlimmern. In 1 Woche, die Medien....
Lieber Linth
Spar Dir doch deine Befindlichkeiten, was diesen Sommer betrifft, die sind ist unerheblich.
Oder frag besser Menschen die an der prallen Sonne arbeiten - z.B. die Mähteams, die für die SBB in Basel, mit dem Freischneider die Bahnborde mähen, oder die ForstwartInnen oder StrasssenbauerInnen, etc.pp. - ob sie den Sommer auch GEIL ( hast Du einen Sonnenkink?) finden...

Liebe Grüsse aus dem Forst

Joe_E.
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Re: (Alb-)Träume 2026

Beitrag von Joe_E. »

Sein 'geiler Sommer' bezieht sich wohl eher auf 2003...

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Tinu (Männedorf)
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Re: (Alb-)Träume 2026

Beitrag von Tinu (Männedorf) »

Es ist eigentlich einfach: Die Hitzewarnungen von Meteoschweiz basieren eben nicht auf simplen Temperaturprognosen, sondern auf einem Mix von Faktoren, die unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten erarbeitet wurden. Es geht eben nicht darum, einfach nur vor Hitze zu warnen, sondern vor den möglichen gesundheitsschädlichen Folgen. Das bedeutet: Temperaturen tagsüber, Temperaturen in der Nacht und am frühen Morgen und vor allem die Feuchtigkeit!

Vor allem die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit ist für den menschlichen Organismus - vor allem für ältere und kranke Personen - viel schwerer zu ertragen, als Wärme und Trockenheit.

Was ist nun passiert, dass Meteoschweiz die Warnungen angepasst hat?

Eigentlich das, was sich bei dieser Wetterlage bereits im Vorfeld zumindest als Option abgezeichnet hatte: Wegen der "Sandwichlage" der Schweiz zwischen dem Heatdome über Westeuropa und der wesentlich kühleren Luft über Nordosteuropa wirken sich bereits geringfügige Verschiebungen der steuernden Druckzentren stark aus. Heisst: Rückt der Dome aus Westen näher und dreht es eher auf West/Südwest fliessen sofort heissere und vor allem feuchtere Luftmassen heran. Es wird tüppig, was eine Ausdehnung der Hitzewarnung rechtfertigt.

Geraten wir aber stärker in den Einflussbereich der weniger heissen Luft nordöstlich von uns, strömt wegen der nördlichen bis nordöstlichen Strömungskomponente auch trockenere Luft heran. Genau das passiert jetzt und eben vermutlich auch eher in den Folgetagen. Ausgenommen davon ist allerdings die Romandie, weil die Westschweiz grundsätzlich näher an der Heissluft über Westeuropa liegt.

Es ist also kein "Fehler" oder ein "Versagen" von Meteo Schweiz, sondern einfach ein Anpassen an veränderte Bedingungen! Man kann jetzt natürlich sagen "das hätten die wissen müssen"! Hätten sie wirklich? Wer sich auch nur ansatzweise mit dieser Wetterkonstellation beschäftigt, sollte da rasch demütig werden.
Zuletzt geändert von Tinu (Männedorf) am Mi 8. Jul 2026, 15:37, insgesamt 2-mal geändert.
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zti
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Re: (Alb-)Träume 2026

Beitrag von zti »

Danke Tinu.
Was ich aber nicht verstehe ist warum für das Limattal die Warnung 3 gilt aber für das angrenzende Effretikon nicht mal Level 2 gibt. Das hilft sicher nicht das ganze den Leuten verständlich zu machen.


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Tinu (Männedorf)
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Re: (Alb-)Träume 2026

Beitrag von Tinu (Männedorf) »

Federwolke hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 10:50
Tinu (Männedorf) hat geschrieben: Do 2. Jul 2026, 14:28 Die Modelle hatten bis vor kurzem nichtmal den Kaltlufteinschub von kommender Woche (Dienstag, Mittwoch) im Programm und sind innert Stunden umgekippt diesbezüglich (wobei ECMWF am deutlichsten ist).
Welcher Kaltlufteinschub? :help:

Bild
Prognose Tmax für Wädenswil zum Zeitpunkt deines Posts: 32 Grad. Tmax heute: 28 Grad. Dieser Einschub :)
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Re: (Alb-)Träume 2026

Beitrag von flowi »

DomE hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 14:16
Timi1908 hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 14:05 ok, oder andersrum. In Altersheimen versucht das Personal die Betagten mit Fussbädern vor dem Kollaps zu bewahren. Ja klar, es wäre sicher aufwändiger, die Betagten jeden Tag mit dem Rollstuhl in die Wälder zu schieben.
Sein Motto ist, ich bin ja 35 Jahre alt, ist doch egal wenn die 80 jährigen sterben, machen es sowieso nicht mehr lange.
Meine Mutter und zwei weitere Bewohnerinnen haben die aktuelle Hitzewelle in Freiburg im Breisgau nicht überlebt. Das Gebäude ist keine 10 Jahre alt, wurde jedoch nicht mit Klimaanlagen ausgestattet. Vielleicht setzt diesbezüglich nun ein Umdenken ein, hoffentlich.

Gernot
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Re: (Alb-)Träume 2026

Beitrag von Gernot »

flowi hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 18:00
DomE hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 14:16
Timi1908 hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 14:05 ok, oder andersrum. In Altersheimen versucht das Personal die Betagten mit Fussbädern vor dem Kollaps zu bewahren. Ja klar, es wäre sicher aufwändiger, die Betagten jeden Tag mit dem Rollstuhl in die Wälder zu schieben.
Sein Motto ist, ich bin ja 35 Jahre alt, ist doch egal wenn die 80 jährigen sterben, machen es sowieso nicht mehr lange.
Meine Mutter und zwei weitere Bewohnerinnen haben die aktuelle Hitzewelle in Freiburg im Breisgau nicht überlebt. Das Gebäude ist keine 10 Jahre alt, wurde jedoch nicht mit Klimaanlagen ausgestattet. Vielleicht setzt diesbezüglich nun ein Umdenken ein, hoffentlich.
Das tut mir sehr leid zu hören!

Die Temperaturen in Freiburg und in den Gebäuden waren die vorletzte Woche sehr sehr grenzwertig , und in der Stadt hats auch nicht abgekühlt nachts.
Die Wetterdaten der Station der Unifreiburg :
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Zuletzt geändert von Gernot am Mi 8. Jul 2026, 18:13, insgesamt 2-mal geändert.

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